DAUN, 26.03.2021 - 10:52 Uhr
Entertainment - Unternehmen

Tele Columbus blickt auf solides Geschäftsjahr 2020

Die Tele Columbus AG hat heute die vorläufigen Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht und blickt auf einen soliden Abschluss des vierten Quartals. Damit konnte das Unternehmen alle gesetzten Ziele erreichen. Tele Columbus konnte die Geschäftstätigkeiten weitgehend unbeeinträchtigt von der COVID-19-Pandemie fortführen. Die kontinuierlich gestiegene Kundenzufriedenheit hat sich in einer höheren Vertragsabschlussrate bei Internet und Telefonie niedergeschlagen. Gleichzeitig sank die Zahl der Kabelfernsehkunden in einem strukturell herausfordernden Umfeld weiter.

Im Endkundengeschäft hielt das organische Wachstum des Internet-Kundenbestands mit einem Plus von 5.000 Kunden im vierten Quartal an. Auch der Telefonie-Kundenbestand vergrößerte sich weiter und wuchs im vierten Quartal um 2.000. Im TV-Segment setzte sich der negative Trend der Vorquartale bei linearem Kabel-TV im vierten Quartal fort und führte zu einem Rückgang der Kundenbasis um 15.000. Die Kundenbasis bei Premium-TV stieg dagegen im vierten Quartal um 3.000. Dies stellt im Jahresvergleich eine deutliche Verbesserung dar.

Zwar wies das B2B-Segment im Jahr 2020 weiter eine zweistellige Wachstumsrate von etwa 10% auf, der Umsatz sank jedoch im vierten Quartal vor allem aufgrund von Verzögerungen und angesichts der sehr hohen Vergleichsbasis um 5,9% gegenüber dem Vorjahr. Die allgemeine Nachfrage nach B2B-Carrier-Lösungen, klassischem ISP sowie Rechenzentrumsdiensten blieb allerdings stark. Aufgrund von zeitlichen Verzögerungen und projektbezogener Hardwareverkäufe sank der Deckungsbeitrag der B2B-Sparte im vierten Quartal um 1,9 Mio. Euro auf 10,6 Mio. Euro.

Der wohnungswirtschaftliche Vertrieb hat es erfolgreich geschafft, die Zahl der an-geschlossenen Haushalte im vierten Quartal 2020 bei rund 3,3 Millionen stabil zu halten. Das ist teilweise auf die erfolgreiche Verlängerung von ungefähr 20.000 angeschlossenen Haushalte in Hamburg und Borna zurückzuführen. Diese Wohneinheiten werden in Zukunft auf Gigabit-Geschwindigkeiten und Neubauten auf FTTH/B aufgerüstet. Das unterstreicht die steigende Nachfrage der Wohnungswirtschaft nach Glasfaserausbau. Tele Columbus ist weiterhin ein gefragter Partner für die Wohnungswirtschaft und die anstehenden Verlängerungen sowie die aktuelle Projektpipeline des Unternehmens bleiben intakt und von COVID-19 unberührt.

Geschäftsentwicklung im vierten Quartal 2020

Die Kernumsätze im vierten Quartal 2020 betrugen 121,6 Mio. Euro und sanken im Vergleich zum Vorjahr um 0,9%. Dies resultierte aus einem Anstieg des Umsatzes mit Internet und Telefonie auf 37,3 Mio. Euro, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 4,3%, sowie einem Rückgang des B2B-Umsatzes um 5,9% im Jahresvergleich auf 18,2 Mio. Euro und einem Rückgang der TV-Umsätze um 4,5% im Jahresvergleich auf 56,3 Mio. Euro.

Das normalisierte EBITDA erhöhte sich im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 2,6% auf 64,7 Mio. Euro. Die Einmalaufwendungen gingen im vierten Quartal weiter auf 2,9 Mio. Euro zurück, ein Minus im Jahresvergleich von 1,0 Mio. Euro. Dies ist der niedrigste Wert seit dem Börsengang 2015. Das berichtete EBITDA stieg dementsprechend gegenüber dem Vorjahr um 4,4% auf 61,8 Mio. Euro. Bereinigt um einmalige Kosten im Zusammenhang mit der strategischen Überprüfung verbesserte sich das zugrunde liegende berichtete EBITDA im vierten Quartal um 6,6% im Jahresvergleich auf 63,1 Mio. Euro.

Das Nettoergebnis betrug im vierten Quartal minus 152,9 Mio. Euro. Dies resultierte vor allem aus einer nicht zahlungswirksamen Wertminderung des Geschäftswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit TV, die sich allein auf 149,9 Mio. Euro belief. Um diese Entwicklung bereinigt betrug das Nettoergebnis im vierten Quartal minus 3,0 Mio. Euro, im Vergleich zu plus 4,3 Mio. Euro im vierten Quartal 2019.

Die Investitionskosten (Capex) blieben im vierten Quartal 2020 im Jahresvergleich unverändert bei 54,0 Mio. Euro. Dazu trugen insbesondere Verlagerungen weg von sonstigen Investitionskosten hin zu einem höheren Anteil von netzwerkinfrastrukturbezogenen Investitionskosten bei.

Zum 31. Dezember 2020 meldete die Gruppe rund 3,3 Millionen angeschlossene Haushalte. Die Anzahl an angeschlossenen und auf Zwei-Wege-Kommunikation auf dem unternehmenseigenen Netzwerk aufgerüsteten Haushalten erhöhte sich im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 1.000 auf 2.367.000. Dies entspricht einem Anteil von 71%. Darüber hinaus versorgte das Unternehmen Ende Dezember 2.226.000 Endkunden, was einem Rückgang um 6.000 gegenüber dem Vorquartal entspricht. Dies bedeutet 2.137.000 Kabelfernsehkunden (15.000 weniger gegenüber dem Vorquartal), 541.000 Premium-TV-Kunden (3.000 mehr gegenüber dem Vorquartal), 602.000 Internet-Kunden (5.000 mehr gegenüber dem Vorquartal) und 439.000 Telefonie-Kunden (2.000 mehr gegenüber dem Vorquartal).

Prognose für das Geschäftsjahr 2021

Auf der Grundlage der vorläufigen Ergebnisse des vierten Quartals, die den internen Erwartungen entsprachen, erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz zwischen 465 und 475 Mio. Euro, ein berichtetes EBITDA zwischen 215 und 230 Mio. Euro und Investitionskosten zwischen 145 und 155 Mio. Euro.

 


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