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DAUN, 23.01.2020 - 14:13 Uhr
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TV Sender trauern um Dietrich Schwarzkopf

Der Norddeutschen Rundfunks (NDR) und die ARD trauern um den früheren Stellvertretenden Intendanten des NDR und ARD-Programmdirektor Dietrich Schwarzkopf, der am Dienstag, 21. Januar, im Alter von 92 Jahren in Bayern verstorben ist. Auch ARTE trauert um seinen ehemaligen Vizepräsidenten Dietrich Schwarzkopf, der wesentlich zur Entstehung des Europäischen Kulturkanals ARTE beigetragen hat.

NDR Intendant Joachim Knuth: „Wir trauern um einen herausragenden Journalisten und Medienmanager. Dietrich Schwarzkopf hat sich um den NDR und die ARD sehr verdient gemacht. Er beeindruckte als kluger Programmentscheider und dialektisch-scharfer Verfechter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der NDR bleibt ihm zu großem Dank verpflichtet.“

Dietrich Schwarzkopf arbeitete nach einem Jurastudium als Redakteur und Korrespondent beim „Tagesspiegel“ und beim Deutschlandfunk, bevor er zum Norddeutschen Rundfunk kam. 1966 wurde der langjährige Journalist in Hamburg Programmdirektor des NDR Fernsehens. Von 1978 bis 1992 war er Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen. Schwarzkopf war ab 1991 zudem vier Jahre als Vizepräsident für den damals gerade gegründeten deutsch-französischen Kulturkanal Arte aktiv. Lange leitete er die Historische Kommission der ARD. Auch im Ruhestand blieb Dietrich Schwarzkopf ein gefragter Rundfunkexperte und Debattenredner. Er veröffentlichte als Autor diverse Publikationen zu Medienfragen. Er wohnte zuletzt in Starnberg in Bayern.

„Dietrich Schwarzkopf hat sich um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verdient gemacht. Er war von 1978 bis 1992 ein Programmdirektor aus Leidenschaft für das Erste Deutsche Fernsehen und mit dem ARD-Gemeinschaftsprogramm auch darüber hinaus tief verbunden. Diese Leidenschaft war bis zuletzt spürbar“, sagte Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen, zum Tod von Dietrich Schwarzkopf. „Ein besonderes Anliegen war für Dietrich Schwarzkopf die Ausbildung des journalistischen Nachwuchses, die er bei der Deutschen Journalistenschule in München mit großem Engagement förderte. Die ARD verliert mit Dietrich Schwarzkopf einen feinsinnigen Lenker und Fürsprecher“, so Herres abschließend.

„Mit Dietrich Schwarzkopf ist ein kluger, engagierter Programm-Macher und wichtiger Gestalter der ARD von uns gegangen“, sagte Tom Buhrow, WDR-Intendant und ARD-Vorsitzender. „Viele Jahre hat er sehr erfolgreich im Sinne der Gemeinschaft gewirkt und die ARD maßgeblich gestärkt. Mein herzliches Beileid gilt in diesen Stunden der Trauer besonders den Angehörigen und Freunden.“

Auch ARTE trauert um seinen ehemaligen Vizepräsidenten Dietrich Schwarzkopf, der wesentlich zur Entstehung des Europäischen Kulturkanals ARTE beigetragen hat und von 1991 bis 1994 eine maßgebliche Rolle bei seinem Aufbau spielte. Seinem diplomatischen Feingefühl, seinem profunden  breit gefächerten Wissen und seiner langjährigen Erfahrung als Programmdirektor der ARD ist es zu verdanken, dass stets im Interesse des gemeinsamen Anliegens mit der französischen Seite Kompromisse und Lösungen gefunden werden konnten, die den Sender vorangebracht haben.

„ARTE verdankt Dietrich Schwarzkopf viel.  Mit ihm verlieren wir einen überzeugten Humanisten und einen großen Verfechter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“, erklärte ARTE-Präsident Peter Boudgoust.

 


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