- © Foto: Stephan Pick/Unitymedia -
DAUN, 08.11.2018 - 14:57 Uhr
Entertainment - Unternehmen

Unitymedia setzt Gigabit-Ausbau fort

Unitymedia will bis Jahresende 2018 über 1,3 Millionen Haushalte mit seinem 1-Gbit/s-Hochgeschwindigkeits-Internetzugang versorgen. Das entspreche mehr als zehn Prozent der von dem Kabelnetzbetreiber erreichten Haushalte, sagte Unitymedia-CEO Winni Rapp im Gespräch mit InfoDigital.

Zuletzt war Frankfurt am Main nach Bochum als zweite Gigabit-City dazu gekommen; im Dezember 2018 folgen nach Angaben Rapps Köln und Düsseldorf (InfoDigital berichtete).

Wie es 2019 mit dem Gigabit-Ausbau weitergeht, wollte Rapp noch nicht sagen.

Mitte 2019 wird eine Entscheidung zur geplanten Übernahme von Unitymedia durch Vodafone erwartet. Voraussetzung ist die Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden. Das Bundeskartellamt kündigte heute an, die Verlagerung des Prüfverfahrens von der EU-Kommission zu der Bonner Behörde zu beantragen (InfoDigital berichtete). „Wir befinden uns in gutem, konstruktiven Dialog mit den Behörden und sind zuversichtlich, dass das Verfahren positiv ausgehen wird“, sagte Rapp.

Eine positive Entwicklung nahm auch der langjährige Rechtsstreit mit ARD und ZDF über die strittige Frage der Einspeiseentgelte. Nach der Einigung mit der ARD auf einen neuen, langjährigen Verbreitungsvertrag erzielte Unitymedia im September 2018 auch mit dem ZDF eine Einigung.

Im Zuge der Beilegung des Rechtsstreits zahlt das ZDF an Unitymedia rückwirkend 11,7 Millionen Euro an Einspeiseentgelten, bestätigte Rapp. Die ARD zahlt rückwirkend 31,2 Millionen Euro (InfoDigital berichtete).

Die Zahlen gehen aus den Quartalsberichten der Muttergesellschaft Liberty Global hervor.

Mit Blick auf weitere Entwicklungen im dritten Quartal sagte Rapp, dass Unitymedia nunmehr alle Internet-Kunden auf die neue Grundgeschwindigkeit von 30 Mbit/s umgestellt habe - das sei „schneller als erwartet“ verlaufen. Die kostenlose Hochstufung sei bei den Kunden auf sehr positive Resonanz gestoßen und steigere die Kundenzufriedenheit.

Über 80 Prozent der Neukunden buchen inzwischen eine Bandbreite von 150 Mbit/s oder mehr. Im September 2018 entschieden sich sogar über ein Drittel für die derzeitige Höchstgeschwindigkeit von 400 Mbit/s, die Unitymedia in seinem Gesamtnetz außerhalb der Gigabit-Städte anbietet.

Die hohen Geschwindigkeiten werden auch genutzt. Unitymedia-Kunden hätten mit durchschnittlich 179 GB pro Monat einen doppelt so hohen Datenverbrauch wie der Internet-Durchschnittskunde in Deutschland (90 GB), sagte Rapp. „Darauf sind wir stolz.“

Der Netzausbau geht unterdessen weiter. Seit Beginn der GigaBuild-Initiative 2015 hat Unitymedia mehr als eine halbe Million weitere Haushalte an sein Kabelnetz angeschlossen. Allein im dritten Quartal 2018 kamen 34.000 Haushalte dazu. Man werde den Footprint kontinuierlich weiter vergrößern, erklärte Rapp.

Für die Multimedia-Box Horizon haben sich im dritten Quartal weitere 16.000 Kunden entschieden. Insgesamt nutzen damit 770.000 der über sechs Millionen Unitymedia-Kunden das Gerät. Das entspricht zwölf Prozent aller TV-Kunden.

In der Schweiz hat die Liberty-Global-Tochter UPC am 4. Oktober 2018 den neuen Ultra HD/4K-fähigen Digitalreceiver UPC TV Box in den Markt gebracht.

Zur Frage, ob und wann der Horizon-Nachfolger in Deutschland eingeführt wird, wollte Rapp noch keine Angaben machen.

 

Von Dr. Jörn Krieger


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