DAUN, 05.04.2019 - 12:40 Uhr
Entertainment - Unternehmen

Vodafone/Liberty-Global-Kabeldeal wird wohl genehmigt

Vodafone kann aufatmen: Die Bedenken der EU-Kommission gegen die Übernahme weiter Teile des Kabelgeschäfts von Liberty Global in Europa sind offenbar geringer als erwartet.

Das Schreiben („Statement of Objections“), in dem die Brüsseler Wettbewerbsbehörde ihre Einwände schildert, die vor einer Genehmigung noch auszuräumen sind, baue keine unüberwindbaren Hindernisse auf, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) unter Berufung auf Insider.

Die Bedenken betreffen vor allem den deutschen Kabelmarkt, wo Marktführer Vodafone (ehemals Kabel Deutschland) den zweitgrößten Player Unitymedia übernehmen will und dann mehr als 14 Millionen Kabel-TV-Haushalte versorgen würde (InfoDigital berichtete). An einem Vertrag mit Vodafone käme dann kein Fernsehsender mehr vorbei, der in Deutschland Geschäfte machen will.

Gegen diese Machtballung gegenüber den TV-Veranstaltern im Einspeisemarkt hat die EU-Kommission dem Bericht zufolge die größten Bedenken. Die Sender befürchten steigende Einspeiseentgelte und haben die Sorge, dass ihnen Vodafone mit eigenen Inhalten, etwa Sportrechten, Konkurrenz machen könnte. Zu diesem Punkt werde es wohl den größten Gesprächsbedarf geben, zitiert die FAZ aus Insiderkreisen.

Die Bedenken der Wettbewerbsbehörde im Bereich der Wohnungswirtschaft und bei Internetzugängen hingegen fallen offenbar geringer als erwartet aus. Mit einer finalen Entscheidung der EU-Kommission ist im Sommer zu rechnen.

 

Von Dr. Jörn Krieger


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