DAUN, 04.06.2020 - 09:58 Uhr
Entertainment - Unternehmen

Werbestatistik des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft veröffentlicht

VAUNET fordert Maßnahmenpaket zur Stabilisierung der privaten Medien

Die Relevanz von Audio- und audiovisuellen Medien als Werbeträger ist im zurückliegenden Jahr weiter angestiegen. Das geht aus der Werbestatistik des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) hervor, die unter anderem auf Erhebungen des Branchenverbandes VAUNET – Verband Privater Medien e.V. basiert und am 4. Juni in Berlin veröffentlicht wurde.

Demnach wurden 2019 insgesamt 6,02 Milliarden Euro in Audio- und audiovisuelle Werbung investiert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Wachstum von 0,9 Prozent. Damit stieg der Werbemarktanteil der Audio- und audiovisuelle Medien auf 24,1 Prozent (2018: 23,9 Prozent). Zur Entwicklung der einzelnen Segmente hat der Verband die Publikation „Audiovisuelle Werbung in Deutschland 2019“ veröffentlicht. Die Entwicklung im aktuellen Jahr ist durch die Corona-Krise allerdings von so großer Unsicherheit geprägt, dass VAUNET darin noch keine Prognose zum laufenden Jahr abgibt.

„Die Corona-Krise hat schwerwiegende wirtschaftliche Auswirkungen auf die audiovisuelle Medienbranche. Während die Relevanz der privaten Radio- und TV-Programme in der Krise eindrucksvoll sichtbar geworden ist und die Nutzung weiter steigt, stehen die Unternehmen in ihrer Werberefinanzierung gewaltig unter Druck“, sagte der Vorsitzende des VAUNET, Hans Demmel. Wenn wir diese Krise ohne Vielfaltsverlust überwinden wollen, braucht es ein wirksames Maßnahmenpaket zur Stabilisierung der privaten Medien in der Corona-Krise“, forderte Demmel.

„Die Leistungswerte von Audio- und audiovisueller Werbung sind nach wie vor beeindruckend und in der Krise sogar noch gestiegen. Wir sind daher davon überzeugt, dass gerade Investitionen in Radio- und TV- Werbung einen entscheidenden Beitrag zum Wiederaufleben der deutschen Wirtschaft leisten können und empfehlen dies nach dem Vorbild anderer europäischer Länder auch in Deutschland mit steuerlichen Anreizen für Werbeinvestitionen zu befördern“, so der Geschäftsführer des VAUNET, Frank Giersberg.

In 2019 sind die Netto-Bewegtbildumsätze um 0,8 Prozent auf insgesamt 5,18 Milliarden Euro angestiegen (2018: 5,14 Mrd. Euro). Die Netto-Werbeumsätze des Fernsehens entwickelten sich mit -3,0 Prozent allerdings leicht rückläufig auf 4,40 Milliarden Euro (2018: 4,54 Mrd. Euro), waren im crossmedialen Vergleich aber immer noch das größte Einzelsegment der vom ZAW erfassten Werbeträger. Die aus Instream-Videowerbung erwirtschafteten Netto-Werbeumsätze stiegen um 30,0 Prozent auf 780 Millionen Euro (2018: 600 Mio. Euro). Damit erreichte die Bewegtbildwerbung insgesamt einen Anteil von 20,7 Prozent am Werbemarkt 2019 (2018: 20,6 Prozent).

Die Netto-Werbeumsätze von Audio sind 2019 um 1,2 Prozent auf 844 Millionen Euro gewachsen (2018: 834 Mio. Euro). Die Netto-Werbeumsätze des Radios gingen um -0,7 Prozent leicht zurück auf 784 Millionen Euro (2018: 789 Mio. Euro). Die Netto-Werbeumsätze aus Instream-Audiowerbung sind um 33,3 Prozent auf mittlerweile 60 Millionen Euro angestiegen (2018: 45 Mio. Euro), damit war Instream-Audiowerbung das Segment mit der höchsten prozentualen Wachstumsrate aller vom ZAW erfassten Werbeträger. Insgesamt erreichte Audiowerbung im zurückliegenden Jahr einen Werbemarktanteil von 3,4 Prozent (2018: 3,3 Prozent).


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