DAUN, 02.05.2022 - 11:21 Uhr
Entertainment - Unternehmen

ZVEI Fachverband Satellit & Kabel positioniert sich neu als Fachverband Media Networks

Gigabitausbau muss technologieübergreifend betrachtet werden

„Leistungsfähige Netzwerke sind zukunftsentscheidend für unsere Gesellschaft. Glasfaserlösungen spielen dabei eine zunehmend wichtige Rolle – über alle Infrastrukturen hinweg“, sagt Herbert Strobel, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Media Networks, mit Blick auf die Gigabitstrategie des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr. Diese sieht vor, Glasfaser bis zum Jahr 2030 in alle Häuser und Betriebe zu bringen.

„Den Gigabitausbau auf reine Glasfasernetze zu reduzieren, greift jedoch zu kurz und wird der Infrastruktur in Deutschland nicht gerecht.“ Es sei zweckwidrig, öffentliche Fördermittel dafür einzusetzen, eine bestehende, leistungsfähige Infrastruktur mit Glasfaser zu überbauen. Ferner müsse der Aufbau langlebiger, nachhaltiger Infrastrukturen durch die Investition in qualitativ hochwertige Komponenten sichergestellt werden. „Der Schlüssel für eine zukunftsfähige, bedarfsgerechte Medienzuführung liegt im Mix der verfügbaren Technologien. Aus Sicht der Verbraucherinnen und Verbraucher zählt letztlich die verfügbare Bandbreite, nicht die dahinterliegende Technologie“, so Strobel weiter.

Im Zuge der Digitalisierung sind auch die Anforderungen an die Kommunikationsinfrastrukturen gewachsen: die Online-Videonutzung ist deutlich gestiegen, viele Menschen arbeiten im Homeoffice – das führt zu einem immer größeren Bedarf an Bandbreite. Dieser Bedarf wird aus Sicht des ZVEI absehbar noch weiter steigen, etwa durch die sich weiter ändernde Mediennutzung und bandbreitenintensive Dienste wie Virtual-Reality-Anwendungen, Gaming oder Telemedizin. Im Zuge dessen verändern sich auch die anwenderspezifischen Möglichkeiten in der Netztechnik. Glasfasertechnologie gewinnt an Bedeutung, in heutigen wie auch künftigen Netzen. Sie bietet viele Vorteile bezüglich Übertragungsbandbreite und Energieverbrauch.

ZVEI-Fachverband Satellit & Kabel positioniert sich neu als Fachverband Media Networks 

Mediennetzwerke bilden das Rückgrat jeglicher Kommunikationsinfrastruktur. Vor diesem Hintergrund hat sich der Fachverband Satellit & Kabel neu positioniert und vertritt die Interessen der Branche ab sofort unter dem Namen Media Networks. „Der neue Name reflektiert die Veränderungen von Markt und Technik sowie die steigenden Anforderungen an die Produkt- und Servicepalette der Mitgliedsunternehmen. Sie agieren zunehmend übergreifend als Systempartner für eine Vielzahl von Branchen, in denen Netzwerke und Gigabitausbau für die Medienversorgung immer wichtiger werden. Insofern reflektierte die Bezeichnung Satellit & Kabel die Bandbreite unseres Geschäftsfelds zuletzt nicht mehr ausreichend“, erklärt Strobel.

Konjunktur: Ausblick getrübt

Die Auftragslage im Bereich Media Networks hatte sich zuletzt positiv entwickelt und stieg im Herbst 2021 im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Das Jahr schloss positiv mit einem Umsatzplus von 3,5 Prozent ab, bei der professionellen Netztechnik konnte sogar ein zweistelliger Zuwachs erreicht werden. Die damit einhergehenden vorsichtig optimistischen Erwartungen der Branche für 2022 haben sich jedoch im ersten Quartal angesichts der jüngsten Entwicklungen in Europa und der Welt deutlich relativiert. Die anhaltende Knappheit von Bauteilen, die angespannte Lage auf dem Rohstoffmarkt und die Unsicherheit bei der Energieversorgung belasten die Prognose für das laufende Jahr. In den ersten beiden Monaten des Jahres blieb der Umsatz im Vergleich zum Jahresende 2021 stabil.

INFOSAT Lesetipp: Interview mit Herbert Strobel, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Media Networks

Lesen Sie dazu hier ein umfassendes Interview mit Herbert Strobel, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Media Networks.

 


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