DAUN, 05.10.2022 - 09:27 Uhr
Entertainment - Veranstaltungen

Zweite Europäische Public Value Konferenz beim MDR in Leipzig

„Gemeinwohl durch Vielfalt in den Medien“

Wie kann Gemeinwohl durch Vielfalt in den Medien entstehen, und welche Rolle spielen öffentlich-rechtliche Medien dabei? Warum ist dies für die Demokratie so entscheidend? Und wie können Wissenschaft und Journalismus bei der Bewältigung der Krisen unserer Zeit zusammenwirken? – Drei von vielen Fragen, um die es am 5. und 6. Oktober bei der vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) in Kooperation mit der Handelshochschule Leipzig (HHL) ausgerichteten Zweiten Europäischen Public Value Konferenz gehen wird.

Die Konferenz mit dem Titel „Gemeinwohl durch Vielfalt in den Medien“ findet beim MDR in Leipzig statt und wird hier an beiden Tagen per Live-Stream übertragen. Das Konferenzprogramm finden Sie hier.

„Gemeinwohl durch Vielfalt bedeutet, dass demokratische Gesellschaften nach unserer Überzeugung nur bestehen können, wenn die gesellschaftliche Vielfalt auch sichtbar gemacht wird in zeitgemäßen Angebotsformen und in vielfältigen Genres. Nur dadurch kann ein Klima von Offenheit, Wertschätzung und Toleranz erhalten und Gemeinwohl gesichert werden. Das wollen wir als öffentlich-rechtliche Medienhäuser aktiv weiter mitgestalten“, betont MDR-Intendantin Karola Wille.

„Vielfalt und Gemeinwohl sind aufeinander angewiesen. Der aktuelle Strukturwandel der Öffentlichkeit zwingt uns, diese Beziehung neu zu bestimmen“, verweist Timo Meynhardt von der HHL auf die Notwendigkeit der Debatte.

Vielfalt als Schlüsselkategorie einer pluralistischen Gesellschaft

Mit dem Thema „Gemeinwohl durch Vielfalt in den Medien“ knüpft die Konferenz an den „Leipziger Impuls III“. Dieser wurde im Mai dieses Jahres von allen öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam mit der HHL und dem Weizenbaum-Institut Berlin unterzeichnet. Kern dieses Impulses ist es, die Gesellschaft mit ihrer größer gewordenen Vielfalt an Akteuren, Meinungen und Perspektiven medial abzubilden und kommunikativ mitzugestalten. Die Unterzeichnenden bekennen sich zu der öffentlich-rechtlichen Aufgabe, die gesellschaftliche Teilhabe aller Bürger zu ermöglichen, Verantwortung für Vielfalt als Schlüsselkategorie einer modernen, offenen und pluralistischen Gesellschaft zu übernehmen und gleichzeitig zum Zusammenhalt beizutragen.

„Gemeinwohl durch Vielfalt“ – Was heißt das fürs Publikum?

Wie aber können öffentlich-rechtliche Medien Vielfalt einen Raum geben und gleichzeitig den gesellschaftlichen Zusammenhalt, Austausch sowie Teilhabe von Bürgerinnen und Bürger weiter fördern? Diesbezüglich sollen noch mehr vielfältige Themen aufgegriffen und Menschen gezeigt werden, die für Vielfalt stehen. Außerdem sollen unterschiedliche Lebenserfahrungen, Perspektiven und Werthaltungen sichtbar gemacht werden in unterschiedlichen Angeboten und Genres. Ein wichtiger Akzent wird dabei auf bewährte und auch auf neue Dialog-Formate gelegt werden, um Menschen zum Austausch zusammen zu bringen.

Zur Bewältigung der Krisen unserer Zeit, wie zum Beispiel Pandemie und Klimawandel, wird zunehmend die Expertise aus der Wissenschaft benötigt. Eine der Aufgaben von Journalismus ist es deshalb, wissenschaftliche Erkenntnisse den Bürgerinnen und Bürgern zugänglich und verständlich zu machen. Soll dies gelingen, bedarf es dafür zunächst eines Austauschs und Abgleichs von Perspektiven zwischen Wissenschaft und Medien.

Zweite Europäische Public Value Konferenz – darum geht’s

Die Zweite Europäische Public Value Konferenz bietet dafür – wie schon die Erste ihrer Art im Jahr 2019 – einen Raum. Dabei soll in diesem Jahr das in der Ersten Europäischen Public Value Konferenz erreichte fortgesetzt und Journalismus und Wissenschaft erneut in den Dialog gebracht werden.

Zwei Tage diskutieren Expertinnen und Experten – u.a. der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, und die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, Jutta Allmendinger – mit Medienvertreterinnen und -vetretern Themen wie: Vielfalt als gesellschaftliche Herausforderung, Aufgaben des Journalismus in der Covid-19- und Klimakrise. Weiterhin geht es darum, wie mit neuen medialen Formen und Plattformen der öffentlich-rechtliche Auftrag auch in einer digitalen Welt erfüllt werden kann und wie Bürgerinnen und Bürger an der Gestaltung von medialen Angeboten beteiligt werden können.

Die Konferenz wird sowohl am 5., als auch am 6. Oktober hier per Live-Stream übertragen. Auf dieser Seite sind auch der Programmablauf, Informationen zu den Referentinnen und Referenten sowie zu den bislang veröffentlichten drei „Leipziger Impulsen“ hinterlegt.

Einzelne Vorträge und Panels werden zudem aufgezeichnet und stehen hier zeitnah unter zur Verfügung.

Hintergrund: Die „Leipziger Impulse“

Der „Leipziger Impuls III“ setzt die ersten beiden „Leipziger Impulse“ aus den Jahren 2019 und 2020 mit noch mehr Partnerinnen und Partnern fort.

Mit den „Leipziger Impulsen“ beschreiben die Initiatorinnen und Initiatoren Handlungsfelder, im Rahmen derer öffentlich-rechtliche Medien im digitalen Zeitalter neu denken müssen. Im Zentrum steht die Frage, wo ein Gemeinwohlbeitrag geleistet werden kann, der die Menschen anspricht. Auch sollen Debatten innerhalb der Medien selbst und nach außen angeregt werden: Gedanken und Impulse werden von den Initiatoren gern entgegengenommen – per E-Mail an public-value@mdr.de.

Der erste „Leipziger Impuls“ wurde am 3. Dezember 2019 im Rahmen der 1. Europäischen Public Value Konferenz auf den Weg gebracht. Darin benennen die Unterzeichnenden sechs Handlungsfelder, in denen „Potenzial zur gemeinwohlorientierten Zukunftsgestaltung öffentlich-rechtlicher Medien“ gesehen wird. Der „Leipziger Impuls II“ aus dem Jahr 2020 zielt auf die „Gemeinwohlorientierung der öffentlich-rechtlichen Medien in Zeiten der COVID-19 Pandemie“. Darauf aufbauend geht es im „Leipziger Impuls III“ darum, die Gemeinwohlorientierung öffentlich-rechtlicher Medien weiter zu stärken, weiterzudenken und dabei besonders das Verhältnis von Gemeinwohl und Vielfalt mit Blick auf den Zusammenhalt der Gesellschaft in den Blick zu nehmen.

 


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