DAUN, 05.09.2011 - 10:50 Uhr
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DAB+-Start in Deutschland: „Müssen Hörern Mehrwert vermitteln“

(dm) – Im Hörfunk ist auf dem Weg zur Digitalisierung ein wichtiger Schritt unternommen worden. Am 1. August ist Digitalradio im Übertragungsstandard DAB+ bundesweit gestartet. Für den Vorsitzenden der ARD-Hörfunkkommission und WDR-Hörfunkdirektor Wolfgang Schmitz liegt die Aufgabe nun darin, den Hörern den Mehrwert von DAB+ zu vermitteln. Diesen Wert für das Publikum deutlich herauszuarbeiten sei die Aufgabe des Programms, um aus dem digitalen Radio eine Erfolgsstory zu machen, so Schmitz auf dem PTKO-Presseforum der IFA.

„Henne-Ei-Prinzip überwunden“

Christoph Homberg, Geschäftsführer des Digitalradio-Herstellers DGC, äußerte sich sehr zufrieden über den Start. „Wir sind überrascht von der Nachfrage des Handels im August“, sagte Homberg auf dem PTKO-Forum. In Deutschland gebe es mittlerweile über 100 Endgeräte. „Das Henne-Ei-Prinzip ist deutlich überwunden“, so Homberg.

Mittelfristig flächendeckende Verbreitung

„Wir haben den Anfang gesetzt, damit alle Hörer unsere Programme empfangen können“, betonte Chris Weck, Leiter der Hauptabteilung Rundfunk- und Informationstechnik beim Deutschlandradio. Mittelfristig strebe man eine flächendeckende Verbreitung an. Spätestens im September 2015 sollen nach dem Willen der Bundesnetzagentur 95 Prozent der Fläche ausgebaut sein. Digitalradio bringe mehr Programme, mehr Vielfalt und eine bessere Versorgung, erläuterte Weck. Er wies auch darauf hin, dass mit DAB+ neue Verkehrsdatendienste wie TPEG möglich werden, die durch mehr Datenkapazität Informationen über selbst kleine Baustellen in kleinen Orten ermöglichen.

Privatsender langfristig dabei

Über den neuen DAB+-Multiplex werden erstmals auch private Sender überregional verbreitet, darunter Sender wie Radio Bob, 90elf oder Absolut Radio. Die Privaten planen dabei ein langfristiges Engagement, wie Helmut G. Bauer, Geschäftsführer der Privatsender-Initiative Digitalradio Deutschland, bekräftigte. Nach Digitalmagazin-Informationen haben die Privaten mit dem Sendernetzbetreiber Media Broadcast Verbreitungsverträge mit zehn Jahren Laufzeit abgeschlossen.

Fördergesetz auf europäischer Ebene angestrebt

Rainer Wegner, Referat Frequenzpolitik beim Bundeswirtschaftsministerium, ist fest davon überzeugt, dass durch das Digitalradio mehr Wettbewerb auf dem Radiomarkt entsteht. Mit Blick auf ein Digitalradio-Fördergesetz strebe man eine europäische Initiative an. „Ein nationaler Alleingang ist immer die schlechtere Lösung“, bekräftigte Wegner. Dabei geht es u. a. um die Frage, Radio-Hersteller grundsätzlich zum Einbau von DAB+-Empfangsteilen zu verpflichten.

www.ptko-presseforum.de

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