DAUN, 18.11.2011 - 14:20 Uhr
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Elektro-Handwerk rechnet mit Engpässen bei Digitalisierung der Sat-Haushalte

Für Fernseh-Zuschauer mit analogem Satellitenempfang in der Rhein-Main-Region wird die Zeit knapp: Wenn die analoge Satellitenübertragung aller Sender offiziell auch erst zum 30. April 2012 abgeschaltet wird, wird es aller Voraussicht nach spätestens ab Januar zu Engpässen kommen: „Wir rechnen damit, dass in den Monaten vor der Abschaltung notwendige Bauteile und Empfangsgeräte wegen der starken Nachfrage ausverkauft sein werden. Und auch das Elektro-Handwerk wird keine freien Termine mehr haben, um vorhandene Satellitenanlagen zu überprüfen und umzustellen. Hauseigentümer sollten daher frühzeitig ihre Anlagen auf digitalen Empfang umrüsten“, empfiehlt Rechtsanwalt Wilfried Woidich, Vorsitzender und Geschäftsführer des Haus & Grund Wiesbaden e.V.

Videotextseite 198

Wenn am 30. April 2012 die analoge TV-Übertragung gekappt wird, werden Zuschauer, die nicht umgestellt haben, nur noch ein Flimmern auf Ihrem Fernsehapparat sehen. Von der Abschaltung betroffen sind alle, die das Signal heute analog über Satellit empfangen. Es gibt eine einfache Möglichkeit, dies festzustellen: Der Nutzer schaltet am betreffenden Fernsehgerät die Videotextseite 198 von Das Erste, ZDF, RTL, Sat 1, Pro Sieben oder einem der Dritten Programme ein. Wenn dort ein Hinweis zur Abschaltung des analogen Satellitensignals erscheint und das Gerät an einen Satellitenempfänger angeschlossen ist, empfängt es noch analog. Wird hingegen die Information „Sie empfangen bereits digital“ angezeigt, dann besteht kein weiterer Handlungsbedarf.

Fachmann sollte hinzugezogen werden

„Wer sich unsicher ist, lässt einen Elektro-Fachmann nachschauen. Dies ist ohnehin empfehlenswert, weil dieser die Satelliten-Antenne für den Digitalempfang auch exakt justieren kann“, ist der Tipp von Erhard Wintermeyer, Mitglied im Vorstand der Elektro-Innung Wiesbaden – Rheingau – Taunus. Der Austausch des Empfängers (LNB) bei der Satelliten-Anlage eines Einfamilienhauses ist laut Wintermeyer ab 210 Euro möglich. Für ein Mehrfamilienhaus mit beispielsweise sechs Parteien fallen Kosten ab 680 Euro an. Weiterhin wird für das digitale Fernsehen auch ein digitaler Receiver benötigt. Einfache Marken-Digitalreceiver sind bereits ab 50 Euro erhältlich. Um ein noch besseres Bild in HDTV- oder HD+-Qualität zu empfangen oder verschlüsselte Pay-TV-Programme zu nutzen, zahlt der Verbraucher entsprechend mehr für das Endgerät. Der digitale Satellitenempfang selbst ist in Standard-Qualität (SD) kostenlos.

Zügige Prüfung notwendig

Eigentümer von Wohnungen, Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern sowie auch Wohnbaugesellschaften und Hausverwaltungen sind jetzt gefragt: Sie sollten zügig prüfen, ob Bedarf an einer Umstellung auf digitales Fernsehen bei ihren Einheiten besteht und rechtzeitig technische Maßnahmen einleiten, damit sie beziehungsweise ihre Mieter weiterhin Fernsehprogramme empfangen können. Die Mitglieder der Elektroinnung beraten zum jeweils optimalen Empfangsweg und welche Geräte hierfür notwendig sind. Es ist übrigens nach Einschätzung der Elektro-Innung sowie auch der Initiative der Landesmedienanstalten Klardigital möglich, dass einzelne Programme die analoge Verbreitung aus wirtschaftlichen Gründen bereits schon vor dem 30. April 2012 einstellen werden. Generell bringt der digitale Satellitenempfang für die Zuschauer mehrere Vorteile, wie eine größere Programmvielfalt sowie eine bessere Bild- und Tonqualität. Das digitale Fernsehen ist darüber hinaus resistenter gegen Störungen.

www.elektroinnung-wiesbaden.de/satdigital

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