DAUN, 06.09.2011 - 13:45 Uhr
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Mehr als 17 Millionen Haushalte in Deutschland empfangen über Satellit – Astra-„Satelliten-Monitor“

Erstmals empfangen in Deutschland mehr als 17 Millionen Fernsehhaushalte ihr Fernsehprogramm über Satellit. Im ersten Halbjahr 2011 legte der Satellitendirektempfang um 430.000 auf 17,1 Millionen Haushalte zu, teilte der Satellitenbetreiber SES Astra am 6. September mit. Der Verbreitungsweg Kabel verliere dagegen weiter an Zuspruch. 260.000 Haushalte haben sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres für eine andere Form des TV-Empfangs entschieden. Damit sinkt die Reichweite des Kabelfernsehens auf 17,9 Millionen Haushalte. Auch das digitale terrestrische Fernsehen hat an Bedeutung verloren und kommt nach einem Minus von 300.000 auf eine Reichweite von 1,7 Millionen Haushalte. Weiter zulegen kann dagegen Fernsehen übers Internet. IPTV erreicht erstmals die Marke von einer Million Haushalten im Erstempfang. Die Zahlen basieren auf dem aktuellen „Satelliten-Monitor“ zur Jahresmitte 2011, den das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag von SES Astra in Kooperation mit den Landesmedienanstalten durchgeführt hat. Für die Untersuchung wurden von Mai bis Juni 2011 deutschlandweit 8.000 Interviews geführt.

Satellit bleibt Digitalisierungsmotor

Der Satellit bleibt der Digitalisierungsmotor in Deutschland. Inzwischen 14,5 Millionen Haushalte nutzen DVB-S, digitales Fernsehen über Satellit. Damit liegt der Digitalisierungsgrad bei 85 Prozent. Mehr digitale Haushalte verzeichnet auch das Kabel, das mit einer Digitalisierungsquote von fast 43 Prozent allerdings immer noch eine deutliche Mehrheit analoger Nutzer aufweist (10,1 Millionen Haushalte).

Dagegen empfangen nur noch 2,5 Millionen Satelliten-Haushalte ihr Programm analog, hieß es. Die Zahl ist damit um 400.000 innerhalb der ersten sechs Monate 2011 gesunken. Die betroffenen Haushalte haben nur noch knapp acht Monate Zeit, auf digitalen Satellitenempfang umzustellen. Am 30. April 2012 wird das analoge Satellitenfernsehen in Deutschland endgültig abgeschaltet. SES Astra teilte auf Nachfrage gegenüber dem Digitalmagazin mit, dass die genannten Zahlen durch Gemeinschaftsantennenanlagen versorgte private Haushalte einschließen.

„Astra erste Wahl beim Fernsehempfang“

Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer Astra Deutschland: „Astra bleibt erste Wahl beim Fernsehempfang. Immer mehr Menschen merken, dass Satelliten-TV im Dreikampf aus Kosten, Vielfalt und Qualität die Nase vorne hat. Über Astra können Haushalte bundesweit ohne monatliche Anschlusskosten derzeit rund 270 deutschsprachige Programme empfangen, mehr als 30 davon im hochauflösenden Standard HDTV. Einzige Voraussetzung ist neben der Satellitenantenne ein Digital-Receiver, den es schon ab 30 Euro gibt. Wir sind zuversichtlich, dass die verbleibenden analogen Haushalte auf Digitalempfang umstellen. Ich kann nur jedem Betroffenen raten, rechtzeitig umzusteigen. In 99 Prozent der Fälle muss nur der Receiver ausgetauscht werden, wir empfehlen am besten gleich einen HDTV-Receiver zu kaufen.“

Überlegenheit des Satempfangs in Programmvielfalt und Kosten

Die führende Stellung von Astra beim digitalen Fernsehempfang bescheinigt auch die Stiftung Warentest, betonte der Satellitenbetreiber. Im Oktober 2010 stellten die unabhängigen Tester fest: Der Übertragungsweg Satellit ist anderen digitalen Empfangsarten in wichtigen Kategorien teils klar überlegen. Neben der Programmvielfalt wurde als besonders positiv bewertet, dass der Empfang über Satellit kostenlos ist. Private Kabelanbieter hingegen berechnen nach „test“-Angaben bis zu 17,90 Euro im Monat. Im Vergleich zu einem Kabelanschluss spart ein Satellitenhaushalt bei der Umstellung auf digital bis zu 215 Euro im Jahr – das sind in fünf Jahren mehr als 1.000 Euro. Einen individuellen Kostenvergleich für den TV-Empfang über Satellit oder Kabel gibt es im Internet unter www.tv-spar-rechner.de.

Fast ein Drittel aller digitalen Sat-Haushalte schaut HDTV

TV-Trend Nummer eins bleibt hochauflösendes Fernsehen im HDTV-Standard. 4,5 Millionen Satelliten-Haushalte in Deutschland schauen inzwischen Programme in HD-Qualität. Das ist fast ein Drittel aller digitalen Sat-Haushalte. Auch der Anteil der HD-Receiver an allen digitalen Sat-Receivern ist laut Analyse der GfK weiter gestiegen. Im ersten Halbjahr 2011 lag der HD-Anteil bei 61 Prozent, im Vorjahreszeitraum waren es noch 55 Prozent. In absoluten Zahlen stieg die Zahl der verkauften HD-Geräte von 863.000 auf 906.000 Geräte. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr in Deutschland 1,531 Millionen digitale Sat-Receiver verkauft. Das entspricht in etwa dem Niveau des Vorjahreszeitraums (1,596 Millionen), obwohl 2010 sportliche Großereignisse wie Olympia und die Fußball-WM für Impulse gesorgt haben, die im Fernsehjahr 2011 fehlen, teilte der Satellitenbetreiber mit.

www.ses-astra.com

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