DAUN, 18.10.2011 - 15:51 Uhr
News-Archiv

ZAK untersagt Glücksspielwerbung bei Sport 1 – Beanstandung gegen Sky

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) hat dem Sender Sport 1 die Ausstrahlung von Werbung für den Sportwettenanbieter „bet-at-home.com“ untersagt. Der geltende Glücksspielstaatsvertrag verbietet Fernsehwerbung für öffentliches Glücksspiel. Die Untersagung, die die ZAK in ihrer Sitzung am 18. Oktober in München beschlossen hat, umfasst alle Werbeformen, insbesondere Spotwerbung, Dauerwerbesendungen und Teleshopping sowie Sponsorhinweise, wenn sie so gestaltet sind, dass sie zur Teilnahme am Glücksspiel anregen und insofern werblichen Charakter haben.

Sport 1 strahlt trotz ZAK-Beanstandung weiter Glücksspiel-Werbung aus

Trotz einer Beanstandung durch die ZAK am 9. August hatte Sport 1 weiterhin für „bet-at-home.com“ geworben. So wurden etwa im Zeitraum zwischen 19. August und 2. September im Programm zahlreiche unterschiedliche Werbeformen für den Sportwettenanbieter wiederholt ausgestrahlt. Der Sender hatte gegen die Beanstandung vom 9. August geklagt. Das Verfahren ist noch anhängig.

Kommission beanstandet Verstoß gegen Werbeverbot für Glücksspiele bei Sky

Auch Sky hat gegen das Werbeverbot für Glücksspiele verstoßen. In der Sendung „Sky Fußball Bundesliga“ wurde am 7. August für den Sportwettenanbieter „Tipico“ geworben. Die ZAK hat diesen Verstoß beanstandet.

ZAK missbilligt Verhalten der Sender

Beide Veranstalter hatten in einem eigens anberaumten Gespräch mit Vertretern der ZAK sowie der lizenzgebenden BLM ihre Auffassung vorgetragen, dass in Folge der aktuellen EuGH-Rechtsprechung der gesamte deutsche Glücksspielstaatsvertrag nicht mehr anwendbar sei. Die ZAK missbilligt das Verhalten von Sport 1 und Sky und bekräftigt mit den heute gefassten Beschlüssen ihre wiederholt dargelegte Position, wonach die EuGH-Urteile auf das Werbeverbot keine direkte Auswirkung haben und der Glücksspielstaatsvertrag insofern weiterhin gilt. Diese Position wurde bereits von verschiedenen deutschen Gerichten gestützt, darunter das Bundesverwaltungsgericht.

www.die-medienanstalten.de

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