DAUN, 02.01.2019 - 10:58 Uhr
Radio

25 Jahre Deutschlandradio

Denkfabrik geht an den Start

Der nationale Hörfunk feierte am 1. Januar 2019 sein 25-jähriges Jubiläum. Deutschlandfunk, RIAS und DS Kultur wurde am 1. Januar 1994 zu Deutschlandradio, mit seinen zwei Programmen Deutschlandfunk und DeutschlandRadio Berlin.

Seither bietet Deutschlandradio Hörfunkangebote für Bürgerinnen und Bürger in allen Bundesländern. Die Schaffung der Körperschaft des öffentlichen Rechts war am 17. Juni 1993 zwischen Bund und Ländern vereinbart worden.

Der Auftrag: Dazu beitragen, dass zusammenwächst, was zusammengehört. Im Staatsvertrag heißt es dazu: „Das Geschehen in den einzelnen Bundesländern und die kulturelle Vielfalt sind angemessen (…) darzustellen. Die Programme sollen dabei auch die Zusammengehörigkeit im vereinten Deutschland fördern (…)“. „Ein Auftrag, den wir als Radio der Länder sehr ernst nehmen“, sagte Stefan Raue, Intendant von Deutschlandradio. „Mit unseren Korrespondentinnen und Korrespondenten in jedem Bundesland, die die Geschichten auch dann weiterzählen, wenn das Scheinwerferlicht längst woanders leuchtet. Ganz wichtig dabei: Zuhören“. Denn Radio sei nicht nur Senden sondern sei auch Austausch und Diskussion.

Inzwischen produziert der gebührenfinanzierte Hörfunk Deutschlandradio in Berlin und Köln drei Programme, ohne Werbung und ohne Sponsoring: Deutschlandfunk (seit 1962), Deutschlandfunk Kultur (seit 1994) und Deutschlandfunk Nova (seit 2010).

„Die drei Programme von Deutschlandradio stehen für gelingende Zusammenarbeit zwischen Ost und West, föderale Vielfalt und höchste journalistische Qualität. Wir bieten seit 25 Jahren unverzichtbare Orientierung und Hintergrund in den Bereichen Information, Kultur und Wissen. Zum Jubiläum gebührt der Dank vor allem unseren Hörerinnen und Hörern.“, sagte der Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue. „Die steigenden Nutzerzahlen ,on-air‘ und online beweisen eindrucksvoll, dass unabhängiger Journalismus gefragter denn je ist.“, so Raue weiter.

Tag der offenen Tür statt Festveranstaltung

Statt mit einer großen Festveranstaltung, feierte der Sender mit seinem Publikum an zwei Tagen der Offenen Tür in den Funkhäusern in Köln und Berlin seinen Geburtstag.

„Hinzu kommen weitere Veranstaltungen im ganzen Land wie Korrespondentenempfänge und Konzerte mit den vier Klangkörpern der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (roc), die 2019 ebenfalls Geburtstag feiert.“, sagte der Deutschlandradio-Intendant weiter.

Denkfabrik geht an den Start

DENKfabrik, Bild: Deutschlandradio Laut aktuellem Programmheft des Senders soll Ort und Anlass für intensive und faire Debatten auch die Denkfabrik sein, die im Januar an den Start gehen wird. Die Denkfabrik versteht sich als Ort, an dem unterschiedliche Sichtweisen in fairer Debatte aufeinandertreffen. Dabei diskutieren Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Kultur über aktuelle Themen wie Identitätspolitik oder die Zukunft der Arbeit. Nach dem Aufruf des Intendanten Stefan Raue reichten Hörerinnen und Hörern 1.192 Themenvorschläge beim Sender ein. Es wurde gesichtet, sortiert, diskutiert, verdichtet – nun startet die Denkfabrik im Januar mit den Themen „Sind wir in guter Verfassung? – Recht. Gerechtigkeit. 70 Jahre Grundgesetz“ sowie „#ÜberMorgen. Klimawandel. Nachhaltigkeit“. Diese beiden Themen werde der Sender durch das Jahr begleiten. In vielen Beiträgen und Sendungen in allen drei Programmen, hieß es.

In den 25 Jahren habe sich viel verändert, so Raue, so zum Beispiel die Digitalisierung. Zudem seien die Hörgewohnheiten nicht mehr wie 1994 – immer mehr Menschen wollen ihr Thema oder ihre Sendung dann hören, wenn es für sie passe und nicht wenn sie gerade im Radio laufe. Daher biete der Sender Podcasts sowie die Dlf Audiothek an und sei damit sehr erfolgreich, so Raue.


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