DAUN, 03.09.2021 - 15:19 Uhr
Radio

Ahrtalradio startet am 4. September auf UKW 107,9

Am 4. September (10 Uhr) startet das „Ahrtalradio“ aus Bad Neuenahr-Ahrweiler für die kommenden vier Wochen auf der UKW-Frequenz 107,9 MHz mit Informationen, Musik, Service und Unterhaltung für das Ahrtal. Das teilte die Medienanstalt Rheinland-Pfalz am 3. September mit.

Das Ahrtalradio wird als privater Hörfunksender betrieben und wurde von der Medienanstalt Rheinland-Pfalz unter dem Label „Veranstaltungsradio“ als Projekt der Krisenhilfe im Hochwassergebiet Ahrtal zugelassen.

Als kurz nach der Hochwasser-Katastrophe Mitte Juli klar war, dass sich die großen Medien wieder aus der Region verabschieden werden, blieb die Frage offen, wer in die entstandene Lücke eintritt.

Der Radiomacher Christian Milling fasste den Entschluss, selbst aktiv zu werden. Mit Unterstützung von Profis verschiedener Stationen gelang es, binnen weniger Tage ein Team und ein Programm auf die Beine zu stellen. Technik für Sendestudios und Antennenanlagen bringt Milling von Berufswegen mit. Die Medienanstalt Rheinland-Pfalz lizenzierte das Programm in kürzester Zeit, die Bundesnetzagentur steuerte UKW-Frequenzen bei, so dass es keine fünf Wochen von der Idee bis zur Realisierung dauerte.

Das Ahrtalradio will weit mehr als ein gewöhnliches Lokalradio sein. Neben Nachrichten und vielen Berichten und Reportagen gibt es eine „Pinnwand“ für Hilfsangebote aller Art, eine tägliche Stellenbörse, Rechts- und Versicherungstipps sowie jede Menge Service. Zahlreiche Aktionen und Sondersendungen runden das Angebot ab. Das Ahrtalradio springt auch dort ein, wo es derzeit Einschnitte infolge der Katastrophe gibt. So wird jeden Sonntagvormittag ein Gottesdienst übertragen. Der Sender berichtet, wo und wie die Bundestagswahl im Ahrtal ablaufen wird, und ist mit einer großen Wahl-Sondersendung am 26. September abends solange live dabei, bis alle Ergebnisse aus den Kommunen vorliegen.

Das Unwetter in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 und seine Nachwirkungen haben den Norden von Rheinland-Pfalz stark getroffen. Die Menschen vor Ort werden noch lange mit den Folgen der Katastrophe zu kämpfen haben - sowohl körperlich, wie psychisch und materiell. Das Radioprogramm soll den Wiederaufbau der Region unterstützen, die Menschen motivieren, unterhalten, Bindeglied sein für alle ohne Smartphone und Internetzugang sowie aktiv Hilfestellung leisten bei sich aus der Flutkatastrophe ergebenden Fragen und Problemen. Der Antragsteller Christian Milling verspricht, dass das Programm von erfahrenen Journalisten, namhaften Radiomachern und professionellen Content-Anbietern aus ganz Deutschland mit viel Know-How, ehrenamtlichem Engagement und Herzblut gestaltet werden wird.

Gesendet wird vom 4. September bis zum 3. Oktober 2021 von Bad Neuenahr-Ahrweiler aus über die UKW-Frequenz 107,9 MHz. Zusätzlich wird das Programm 24 Stunden täglich auch über einen Live-Stream im Internet zu empfangen sein.

Albrecht Bähr, Vorsitzender der Versammlung der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, begrüßt den Sendestart: „Als Rheinland-Pfälzer*innen solidarisieren wir uns und freuen uns, Brücken bauen zu können – für ein Stück regionaler Identität, auch nach außen!“ Dr. Christopher Wolf, Stellvertretender Direktor der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, fügt hinzu: „Mit seriöser Information, der akustischen Pinnwand und vielen nützlichen Aktionen verspricht das Ahrtalradio, eine wichtige Stütze für die Menschen in der Ahrregion zu sein. Wir haben das Projekt Ahrtalradio von Anfang an unterstützt und freuen uns über den Sendestart am 4. September!“

www.ahrtalradio.de


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