- © Foto: ARD -
DAUN, 15.02.2017 - 13:37 Uhr
Radio

ARD radiofeature in sieben Wort- und Kulturwellen der ARD und im Internet

Thema im Februar: „Terrorwarnung - Ein Feature über IS-Rückkehrer und die Grenzen der Sicherheit“

Das neue ARD radiofeature von Tom Schimmeck (Norddeutscher Rundunk) befasst sich im Februar mit der Suche nach den Lebensgeschichten junger Kriegerinnen und Krieger nach Auslösern und Motiven. Es betrachtet Propaganda und Idole des Terrors sowie die Methoden und Chancen der Präventionsarbeit. Das Feature „Terrorwarnung - Ein Feature über IS-Rückkehrer und die Grenzen der Sicherheit“ ist ab Sonntag, 19. Februar 2017, in sieben Wort- und Kulturwellen der ARD und im Internet unter www.radiofeature.ard.de zu hören.

Tausende junger Männer und Frauen aus Europa hat der „Islamische Staat“ (IS) zum Kampf in den Nahen Osten gelockt, über 800 davon aus Deutschland. Viele sind schon zurückgekehrt, manche kriegstrainiert und entschlossen, andere desillusioniert oder schwer traumatisiert. Die deutsche Gesellschaft und ihre Behörden haben ein massives Problem: Wie verhindert man die Radikalisierung junger Menschen? Wie erkennt und stoppt man Terroristen?

Schimmeck zeichnet die Entstehungsgeschichte des IS nach und erklärt dessen ausgeklügelte Medienkampagne, mit der neue Kämpfer rekrutiert werden sollen. Mit Tausenden Fotos, Videos und sogar eigener Musik, sogenannten Nashids, hat sich der IS zur einer wiedererkennbaren Marke entwickelt - ähnlich wie McDonald's oder Coca-Cola.

Die massive Präsenz im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken, ist aber nur ein Teil des Radikalisierungsprozesses. Dieser beginnt meistens in der Offline-Welt. Empfänglich sind vor allem Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und sich von einem Leben beim IS einen Neuanfang versprechen. Auch Kinder und Jugendliche, die in einer immer komplizierteren Welt nach einfachen Antworten und klaren Strukturen suchen, sind ein leichtes Ziel für die Terrorpropaganda.

Die Zahl sogenannter Gefährder - wie etwa Berlin-Attentäter Anis Amri - wird vom Bundeskriminalamt auf etwa 500 geschätzt. Allein für deren lückenlose Überwachung bräuchte die Polizei Tausende Beamte. Die Politik verspricht mehr Stellen. Auch der Verfassungsschutz rüstet auf. Sogar Kinder sollen nun beobachtet werden.

Mit all diesen Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen würden aber allenfalls die Symptome bekämpft, sagt ein Terrorismusexperte. Ziel von Terror sei nicht zwangsläufig, viele Leute umzubringen, sondern zu terrorisieren - Angst einzujagen, Misstrauen zu säen, die Gesellschaften zu spalten und zu polarisieren. Wichtig sei daher die Präventionsarbeit. Fremde sollen sich nicht zum Fremdsein verdammt fühlen. Es braucht Perspektive, ein Teil unserer Gesellschaft werden zu können und Wertschätzung für alle Menschen.

Tom Schimmeck, Jahrgang 1959, beschäftigt sich als Reporter und Autor mit politischen Themen in aller Welt. Seine Radiofeatures wurden  bereits mit dem Ernst-Schneider-Preis, dem „Rüdi“, dem Deutschen Sozialpreis, dem Schweizer Featurepreis und dem RIAS Radiopreis ausgezeichnet.

Sendetermine:

WDR 5: Sonntag, 19. Februar 2017, 11:05 Uhr

SWR 2: Mittwoch, 22. Februar 2017, 22:03 Uhr

Antenne Saar: Samstag, 25. Februar 2017, 17:04 Uhr

SR 2: Samstag, 25. Februar 2017, 17:04 Uhr

BR 2: Samstag, 25. Februar 2017, 13:05 Uhr

Nordwestradio (RB): Sonntag, 26. Februar 2017, 16:05 Uhr

NDR Info: Sonntag, 26. Februar 2017, 11:05 Uhr

hr2-kultur: Sonntag, 26. Februar 2017, 18:05 Uhr

Redaktion: Christiane Glas (NDR)

Eine Produktion des Norddeutschen Rundfunks für das ARD radiofeature 2017


Diesen Artikel:
  • print Drucken
  • Bookmark Bookmarken

QR-Code mit dem Handy Scannen und diese(n) Seite / Artikel online Lesen:

 

Google QR Code Generator

QR Code for https://www.infosat.de/radio/ard-radiofeature-sieben-wort-und-kulturwellen-der-ard-und-im-internet
Oops... Sie benutzen eine zu alte Browserversion. Um die Seite Korrekt darzustellen benutzen sie bitte mindestens den Internet Explorer 8.
navigateup

Für die Ansicht der mobilen INFOSAT Webseite drehen Sie bitte ihr Handy.