DAUN, 05.03.2014 - 11:34 Uhr
Radio

ARD-Rundfunksender legen zu – Radio weiter sehr beliebt

(dpa) – Die Zahl der Radiohörer in Deutschland bleibt trotz der starken Konkurrenz durch Internet und Fernsehen konstant. Nicht immer ganz so treu bleiben dagegen die Hörer den einzelnen Wellen, wie die jüngste werberelevante Umfrage zu den Lieblingssendern zeigt. Mit Blick auf alle Sender haben die öffentlich-rechtlichen Radio-Angebote ihre Stellung im Vergleich zur privaten Konkurrenz ausgebaut und bei den Hörerzahlen zugelegt. Insgesamt 39,65 Millionen Hörer schalten demnach die Sender der ARD ein (werktags 05.00 – 24.00 Uhr), wie aus der am 5. März in Frankfurt veröffentlichten Media-Analyse und aus Zahlen der ARD hervorgeht. Das sind 1,8 Prozent mehr als bei der vorangegangenen Umfrage im Sommer vorigen Jahres oder 54,1 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab zehn Jahren. Mindestens einen der privaten Sender hören von montags bis freitags knapp 32,28 Millionen Radionutzer (minus 0,6 Prozent). Der Rest hört laut ARD zum Beispiel gar kein Radio, nutzt offene Kanäle oder Sender aus dem Ausland. Für die Statistik hatte die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Agma) fast 68 500 Menschen in Deutschland nach ihren Lieblingsprogrammen befragt. Die Umfrage ist wichtig, weil sich daran die Preise für Werbespots orientieren.

Radio NRW meistgehört – Antenne Bayern größter Einzelsender

Mit Abstand meistgehörter Sender mit Werbung (werktags 06.00 – 18.00 Uhr) bleibt laut Agma der private Verbund Radio NRW, der allerdings mehrere Lokalsender zusammenschließt. Er gewinnt nach stärkeren Verlusten im vergangenen Jahr nun 21.000 Hörer dazu und bleibt mit knapp 1,63 Millionen Hörern pro Durchschnittsstunde die Nummer eins der deutschen Radiobranche. Über der Millionen-Marke liegen wie im Jahr zuvor auch Antenne Bayern (plus 46.000 Hörer) als größter Einzelsender, die ebenfalls private Radio-Kombi Baden-Württemberg (minus 86.000), SWR 3 und 1 Live (plus 24.000). „Das zeigt, dass die junge Welle im Medien-Mix ihrer Zielgruppe weiterhin eine herausragende Rolle spielt”, sagte WDR-Hörfunkdirektor Wolfgang Schmitz zum Allzeithoch der WDR-Jugendwelle. Auch WDR 2 ist – als größter Gewinner der Media-Analyse in absoluten Zahlen – wieder über die Millionen-Marke geklettert. Die meisten Hörer verloren hat dagegen – neben der Radio-Kombi Baden-Württemberg – die Welle Bayern 3. Sie zählt nun 768.000 Hörer, das sind 47.000 weniger als zuletzt. Ebenfalls bitter: HR 1 verliert im Vergleich zu Sommer 2013 rund 41.000 Hörer, das ist rund jeder Fünfte.

Menschen bleiben Medium Radio treu

Die gute Nachricht für die Branche: Grundsätzlich bleiben die Menschen in Deutschland dem Medium Radio treu. Laut Agma-Umfrage hören etwa vier von fünf Menschen (79,9 Prozent) der deutschsprachigen Bevölkerung ab zehn Jahren an Werktagen Radio (2013: 79,4 Prozent). Das sind täglich etwa 58,6 Millionen Hörer. Durchschnittlich bleibt jeder Mensch in Deutschland 199 Minuten dabei. Wer das Radio einmal eingeschaltet hat, bleibt einem Sender sogar 249 Minuten treu. Die Daten der nächsten Media-Analyse werden am 15. Juli veröffentlicht. Die Studie listet 53 ARD-Hörfunk- und 70 private Einzelprogramme auf.

www.agma-mmc.de

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