DAUN, 06.09.2021 - 12:00 Uhr
Radio - DAB+

DAB+ mit Wachstumsschub – Plus 30 Prozent

Digitalisierungsbericht der Medienanstalten 2021 veröffentlicht

Immer mehr Menschen in Deutschland entscheiden sich für digitales DAB+ Radio. Wie der Digitalisierungsbericht der Medienanstalten 2021 deutlich zeigt, erreicht die Ausstattung der Haushalte (zu Hause und im Auto) mit 21,7 Mio. DAB+ Empfängern einen neuen Spitzenwert.

Am 6. September wurde wieder der mit Spannung erwartete Digitalisierungsbericht Audio der Medienanstalten veröffentlicht. Aufgrund der Absage der Internationalen Funkausstellung (IFA) wurden die Ergebnisse auch in diesem Jahr wieder im Rahmen einer reinen Online-Veranstaltung präsentiert. Der Digitalisierungsbericht Audio stellt ausführlich aktuelle Entwicklungen der digitalen Radio- und Audionutzung dar und gibt unter anderem Aufschluss über die Verbreitung von DAB+- und Internetradio-Geräten sowie über die Nutzung der einzelnen Radio-Empfangswege in Deutschland.

Dr. Wolfgang Kreißig, Präsident der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg LFK (links), eröffnete Veranstaltung mit einer Keynote, Screenshot Livestream Dr. Wolfgang Kreißig, Präsident der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg LFK, eröffnete die Veranstaltung mit einer Keynote zu den aktuellen Entwicklungen im Hörfunkbereich. Anschließend stellte Andreas Hombach, Kantar, die aktuellen Ergebnisse des Digitalisierungsberichts Audio 2021 vor. Die Ergebnisse sollen unter anderem Aufschluss über die Verbreitung von DAB+- und Internetradio-Geräten geben sowie über die Nutzung der einzelnen Radio-Empfangswege in Deutschland.

Laut den Ergebnissen des aktuellen Digitalisierungsberichts Audio 2021 erreicht die Ausstattung der Haushalte (zu Hause und im Auto) mit 21,7 Mio. DAB+ Empfängern einen neuen Spitzenwert. Die rund 5 Millionen Radios mehr entsprechen einem relativen Jahreswachstum von 30 Prozent.

Quelle: Kantar - Digitalisierungsbericht Audio 2021

Mehr als jeder vierte Haushalt (27 Prozent) empfängt inzwischen DAB+. Das sind über 1,1 Mio. mehr als noch im Vorjahr. Damit liegt die Anzahl der Haushalte, in denen DAB+ empfangen werden kann erstmals deutlich über 11 Mio.

Zahl der UKW-Radios weiter gesunken

Die Zahl der UKW-Radios sinkt dabei weiter. Unter anderem begünstigt durch die Digitalradiopflicht geht insbesondere der UKW-Anteil an den Autoradios deutlich zurück und erreicht mit 78,8 Prozent einen neuen Tiefstand. Etwa jedes fünfte Autoradio ist mittlerweile mit DAB+ Empfang ausgestattet.

DAB+ Empfang steigt in allen Bundesländern

Auf Länderebene haben Bayern (34,8 Prozent) und Sachsen-Anhalt (34 Prozent) mit Abstand den höchsten Anteil an Haushalten mit DAB+; auch Baden-Württemberg (29,5 Prozent) und Sachsen (30,2 Prozent) liegen über dem Bundesdurchschnitt. Den größten Zuwachs zum Vorjahr verzeichnet Baden-Württemberg. Das relative Wachstum gegenüber 2020 beträgt hier 22 Prozent.

In absoluten Zahlen liegen die bevölkerungsreichen Ländern Nordrhein-Westfalen (2,1 Mio.) und Bayern (2,2 Mio.) vorne mit jeweils mehr als zwei Millionen DAB+ Haushalten, gefolgt von Baden-Württemberg mit über 1,5 Millionen DAB+ Empfangshaushalten.

In den meisten Bundesländern ist DAB+ die zweithäufigste Radio-Empfangsart nach UKW.

Gesamt-Digitalisierungsquote wächst auf knapp 66 Prozent

Screenshot Livestream, Präsentation Digitalisierungsbericht Audio 2021, am 6. September 2021 Die durchschnittliche Anzahl von DAB+ Radios in Haushalten steigt von 1,7 auf 2. Zusammen mit den Empfangswegen Satellit und Kabel wächst die Gesamt-Digitalisierungsquote auf 65,7 Prozent. Sollte keine analoge Empfangsmöglichkeit vorliegen, könnten also heute bereits zwei Drittel der Deutschen digital Radio hören.

Bezogen auf die Nutzung der unterschiedlichen Radio-Übertragungswege wird dieses Wachstum insbesondere durch DAB+ (relatives Wachstum zum Vorjahr plus 20 Prozent) und Webradio (relatives Wachstum zum Vorjahr plus 9 Prozent) beflügelt.

Sogenannte hybride Radiogeräte, die DAB+ und IP empfangen, spielen wegen eines geringen Wachstums (2020: 2,4 Prozent) und mit aktuell nur 3,3 Prozent Marktanteil in Haushalten weiterhin eine untergeordnete Rolle. Auch Smart Speaker nehmen trotz leichter Zunahme auf 8 Prozent (2020: 6 Prozent) kaum Einfluss auf den Digitalisierungsfortschritt.

Mehr Geräte, mehr Programme, mehr Nutzung

Die stetig wachsende Beliebtheit von DAB+ zeigt sich in einer immer größer werdenden Angebotsvielfalt. Nach dem Sendestart der zweiten nationalen DAB+ Programmensembles im Oktober 2020 sowie zahlreichen regionalen und lokalen Aufschaltungen wächst die Angebotsvielfalt auf über 270 regional unterschiedliche Radioprogramme. Bei mehr als 70 handelt es sich um exklusive DAB+ Programme, die terrestrisch nur digital verfügbar sind.

Laut der Studie ma 2021 Audio verzeichnet der Verbreitungsweg DAB+ in der Messgröße „Weitester Hörerkreis“ weitere Zuwächse: So wird über DAB+ von 20,4 Prozent (ma 2020 Audio II: 17,4 Prozent) der ab 14-Jährigen gehört. DAB+ wird insbesondere in der Zielgruppe der 30- bis 59-Jährigen überproportional genutzt (WHK: 22,7 Prozent – ma 2020 Audio II: 20,0 Prozent).


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