DAUN, 28.02.2017 - 11:05 Uhr
Radio - DAB+

Digitalradio Verein begrüßt starkes Interesse am zweiten Bundesmux

Verkaufsrekord bei DAB+ Radios

Der Verein Digitalradio Deutschland hat das rege Interesse an bundesweiten Kapazitäten für das Digitalradio DAB+ begrüßt. Bis zum Fristende der medienrechtlichen Ausschreibung für den zweiten so genannten Bundesmux sind bis zum vergangenen Freitag, 24. Februar 2017, insgesamt vier Bewerbungen von Plattformanbietern bei der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), die als zuständige Landesmedienanstalt bestimmt wurde, eingegangen.

„Digitalradio DAB+ entwickelt sich immer dynamischer. Wir erwarten mit den neuen privaten Programmen eine starke Akzeptanzsteigerung von DAB+ bei Hörerinnen und Hörern. Die neuen Angebote werden die derzeit bundesweit auf DAB+ angebotene Vielfalt mehr als verdoppeln“, so Dr. Willi Steul, Vorsitzender des Vereins Digitalradio Deutschland und Intendant von Deutschlandradio.

Vereinsmitglieder Absolut Digital und Media Broadcast unter Bewerbern

Mit der Absolut Digital GmbH & Co. und der Media Broadcast Digital Radio GmbH befinden sich unter den Bewerbern auch zwei Mitglieder des Vereins Digitalradio Deutschland.

Absolut Digital plant ein Bouquet mit 16 Musikprogrammen für unterschiedliche Zielgruppen - mit vielen Formaten, die es bisher über Antenne nicht gibt (InfoDigital berichtete).

Media Broadcast bringt bereits große Erfahrungen beim Betrieb regionaler Plattformen in Hamburg und Berlin sowie einem Teil der Kapazitäten des ersten Bundesmuxes mit. Hier fungiert Media Broadcast gleichzeitig auch als Netzbetreiber. Nach diesem Vorbild möchte das Unternehmen nun eine weitere, bundesweite Plattform mit attraktiven Programmangeboten starten.

Zudem bewarben sich die Digital Audio Broadcasting Plattform DABP GmbH, vertreten durch die Geschäftsführer Dr. René Laier und Florian Schuck, Leipzig und die Radi/o digital GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Caspar Schilgen, München.

Verdopplung der bundesweiten Programmvielfalt

Zu den derzeit 13 national verbreiteten Programmen werden bis zu 16 neue private hinzukommen. Da die Zahl der Bewerber die neu verfügbaren 16 Programmplätze übersteigt, will sich der Fachausschuss Netze, Technik, Konvergenz der Medienanstalten am 7. März mit den Bewerbungen befassen und eine erste Bewertung in Bezug auf die Zulässigkeit und Qualität der Anträge vornehmen. Es ist vorgesehen, die Bewerber zu dieser Sitzung einzuladen. Danach werden der weitere Ablauf und der Zeitplan bis zur Zuweisungsentscheidung konkretisiert.

DAB+ Boom: 1,2 Millionen Geräte wurden 2016 verkauft

Digitalradio DAB+ ist auch eine Erfolgsstory im Handel: Während sich der Markt für Consumer Electronics-Produkte (CE) im Gesamtjahr 2016 mit -4 Prozent leicht rückläufig gezeigt hat und beispielsweise weniger Smartphones verkauft wurden, verzeichneten Empfänger für Digitalradio (DAB+) 2016 einen Stückzahlzuwachs um 21 Prozent auf knapp 1,2 Millionen Geräte (InfoDigital berichtete). Der Umsatz stieg in diesem Segment auf 176 Millionen Euro (+27,5 Prozent). Gleichzeitig wurden weniger rein analoge UKW-Radios verkauft (-11 Prozent).

Das Digitalradio Büro Deutschland mit Sitz in Berlin ist eine Gemeinschaftsinitiative von ARD, Deutschlandradio, privaten Radioveranstaltern, Geräteherstellern und Netzbetreibern, die sich zum Ziel gesetzt haben, Digitalradio DAB+ in Deutschland zu etablieren. Das Digitalradio Büro informiert die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten und die Einführung von Digitalradio in Deutschland.

www.digitalradio.de


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