DAUN, 10.01.2014 - 13:57 Uhr
Radio

ERF Medien leitet Sparmaßnahmen ein – DAB+ als „wichtiges Standbein“

Bei ERF Medien werden eine Reihe von Sparmaßnahmen eingeleitet. Das gab der Vorstandsvorsitzende Jürgen Werth am 10. Januar bekannt. Angesichts der Kostensteigerungen in vielen Bereichen sei es nicht mehr möglich, alle bisherigen Aufgaben unverändert weiterzuführen. Mit dem Endstadium des Ausbaus von Digitalradio ab 2015 steigen die Kosten für die Verbreitung. Der ERF sieht diese neue Technik als wichtiges Standbein und verbreitet zusätzlich zur Satellitenausstrahlung sein Radioprogramm ERF Plus bundesweit und ERF Pop in Berlin und Brandenburg über Digitalradio (DAB+).

Rückzug aus dem Kabel

Angesichts erwarteter Mehrkosten müsse der ERF jetzt schon an einigen Stellen gegensteuern und kreativ auf neue Herausforderungen eingehen. So wird der ERF sich dort aus der Verbreitung via Kabel zurückziehen, wo man Digitalradio empfangen kann. Ende Februar wird dies im Raum Minden und Münster beginnen. Dazu kommen weitere Veränderungen. So wurde 2013 eine neue Heizungsanlage im Medienhaus in Wetzlar in Betrieb genommen, bei der die Hälfte des Strombedarfs durch ein eigenes Blockheizkraftwerk erzeugt wird. Ab dem vergangenen Jahr wird schrittweise ein neues gemeinsames Redaktionssystem aufgebaut, auf das alle redaktionellen Bereiche aus Radio, Fernsehen und Internet zugreifen. So versuche man, ergänzend zu den Sparmaßnamen den „ERF zukunftssicher zu machen“, so Werth.

Reduzierter Produktionsaufwand

Seit Herbst wird an einigen Stellen mit reduziertem Produktionsaufwand gearbeitet. Im Bereich Fernsehen werden bei den Sendereihen „Wartburg-Gespräche“ und „erstaunlich“ nur noch vorproduzierte Sendungen sowie Wiederholungen zu sehen sein. Die Reihen „Gott sei Dank!“, „Mensch, Gott!“, kino-check.tv, und JoeMax.TV sollen weniger häufig produziert werden. Leider müsse der ERF sich von Sendereihen trennen, die Farbe ins Programm gebracht hätten. Zugleich sucht der ERF neue Verbreitungswege und hat z. B. in den letzten Wochen zwei Youtube-Kanäle für die Fernsehreihen „Gott sei Dank!“ und „Mensch, Gott!“ gestartet.

CrossChannel.de wird Ende Januar eingestellt

Auch im Bereich Radio will der ERF Veränderungen umsetzen. So sollen zukünftig statt drei nur noch zwei Radioprogramme produziert und ausgestrahlt werden. Das im März 2004 gestartete CrossChannel.de wird Ende Januar seinen Sendebetrieb einstellen. Die fest angestellten Mitarbeiter finden bei ERF Pop und ERF Plus neue Aufgaben. Einige Sendereihen aus CrossChannel.de werden beim Sender ERF Pop weitergeführt. Der Vorstandsvorsitzende führte an, dass der ERF sich im vergangenen Jahr ein neues Leitbild gegeben hat. Darin heißt es: „Wir möchten nichts lieber, als dass Menschen Gott kennenlernen und er ihr Leben verändert. Dafür suchen wir die besten medialen Möglichkeiten.“ Der Fokus liege künftig also stärker auf dem Erreichen von Kirchendistanzierten. CrossChannel.de habe zwar junge Christen als Hörer gewonnen, das Ziel aber darüber hinaus junge Menschen für das Programm zu begeistern, sei nicht erreicht worden. Der ERF überlege, was er künftig für junge Menschen tun könne. Das Radio sei nicht mehr das wichtigste Medium für diese Altersgruppe.

www.erf.de

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