DAUN, 30.04.2020 - 14:38 Uhr
Radio - DAB+

InfoDigital aktuell: Aktueller Stand der Planungen zum zweiten DAB+ Bundesmux

„Antenne Deutschland wird Formate senden, die heute terrestrisch noch nicht on Air sind.”

16 neue Programme sind angekündigt. Was ist zu erwarten? Über den aktuellen Stand der Planungen zum zweiten Bundesmux sprach InfoDigital mit Lars Bayer, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Media Broadcast und Sprecher der Antenne Deutschland GmbH.

Lars Bayer, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Media Broadcast und Sprecher der Antenne Deutschland GmbH Herr Bayer, Start des zweiten Bundesmux zur IFA 2020. Bleibt es dabei, trotz Corona? Nach jetzigem Stand ja, unsere Vorhaben gehen plangemäß voran. Wir suchen aktuell gerade den Standort für das Sendezentrum, die Endauswahl findet zwischen München und in Berlin statt. Das Verfahren zur Vergabe der Drittplätze haben wir auch erfolgreich gestartet, wir verzeichnen hier gutes Interesse. Auch da liegen wir im Plan. Bislang spüren wir also noch keine Verzögerung durch die Corona-Krise. Wir halten am aktuellen Plan fest, zur Internationalen Funkausstellung zu starten, falls die IFA überhaupt stattfinden kann. Der Vollbetrieb ist für das vierte Quartal 2020 vorgesehen.

Nun lassen sich Veranstaltung aktuell sehr schwer planen, wir erleben ja schon Verschiebungen von Veranstaltungen, die für Spätsommer geplant waren. Was würde dann passieren, wenn auch die IFA verschoben werden würde? Verschieben Sie dann den Programmstart mit? Das zu beantworten ist aktuell schwer, da spielen viele Faktoren mit rein. Aktuell gehen wir davon aus, unseren Zeitplan halten zu können und wie geplant zu starten, unabhängig davon ob die IFA und mit ihr der Digitalradiotag stattfinden oder nicht.

Gut, dann schauen wir noch einmal kurz zurück. Es gab ja eine Klage eines unterlegenen Mitbewerbers gegen die zuständige Medienaufsichtsbehörde SLM. Inzwischen hat man sich außergerichtlich geeinigt. Die Klage sollte zurückgezogen werden. Ist nun wirklich auch der letzte rechtliche Stolperstein aus dem Weg geräumt oder müssen Sie noch mit Querschüssen rechnen? Durch die außergerichtliche Einigung der beiden Streitparteien, der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien und der Digital Audio Broadcasting Plattform ist die Lizenzvergabe für zunächst zehn Jahre absolut rechtssicher, dem kommerziellen Start der Antenne Deutschland steht nichts mehr entgegen.

Ihren Aussagen zufolge solle sich der Standort zwischen Berlin und München entscheiden. Allerdings hatte Antenne Deutschland in früheren Mitteilungen schon einmal durchblicken lassen, dass Sie bereits Büroräume in Berlin angemietet hatten, die Standortwahl also bereits pro Berlin gefallen war. Was ist da inzwischen passiert? Wir hatten in der Tat im letzten Jahr ein Objekt in Berlin bereits ins Auge gefasst, als wir mit Antenne Deutschland loslegen wollten. Das wurde damals in letzter Minute juristisch verhindert, was zu dieser langen Verzögerung führte. Der Standort ist nicht mehr aktuell. Derzeit befinden sich andere Objekte, sowohl in Berlin als auch in München in der Endauswahl.

Warum diese beiden Standorte? Es gab in einer ersten Auswahl Standorte in mehreren Städten, die wir uns für unsere Angebote für nationales Radio angeguckt haben. Aber in die enge Auswahl haben es aus einer ganzen Reihe von Gründen jetzt Berlin und München geschafft. Vor allem deshalb, weil wir dort die meisten für uns relevanten Leute finden, die Antenne Deutschland und seine Programme mitgestalten werden.

Was wird nun zwischen beiden Städten der relevante, entscheidende Punkt sein? Da gibt es eine Vielzahl von Punkten, auf die ich nicht in Gänze eingehen werde. Das hängt u.a. von den Räumlichkeiten ab, der genauen Lage, der Verkehrsanbindung, dem Mitarbeitermix.

Eventuell auch von einer Förderung aus Berlin oder München? Das kann in der Tat eine Rolle spielen, wird allerdings nicht der ausschlaggebende Grund für unsere Entscheidung sein.

Zu den Programminhalten: Es sind in der Kommunikation verschiedene Zahlen in Umlauf, wie viele neue Programmangebote konkret zu hören sein werden. Zumeist ist von 16 neuen Angeboten zu lesen, anderen Kollegen schreiben aber auch von 35 Angeboten... Aufgrund der zur Verfügung stehenden Kapazitäten oder Frequenzen werden es bis zu 16 Programme sein. Das ist aber auch schon das Maximum. Ein Teil dieser Programme werden von Antenne Deutschland eigenproduziert, und aus unserem neuen Sendezentrum heraus ausgestrahlt werden, ein anderer Teil werden Drittprogramme sein.

Ich gehe davon aus, dass die eigenen Programme alle unter der eingeführten Marke "Absolut" senden werden?

Das komplette Interview lesen Sie in der InfoDigital 05/2020 (Nr. 386), die seit Freitag, 24. April 2020 als Einzelheft und im Abo oder als E-Paper sowie für iPad erhältlich ist.


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