DAUN, 30.09.2020 - 11:03 Uhr
Radio - DAB+

MDR erweitert DAB+-Netz in Thüringen

Der MDR erweitert am 1. Oktober sein Thüringer DAB+-Sendernetz um den hessischen Senderstandort Hoher Meißner, kündigte der Mitteldeutsche Rundfunk am 29. September an. Mit diesem topografisch exponierten grenznahen Standort wird die DAB+-Versorgung im Thüringer Eichsfeld und entlang der Thüringer Westgrenze weiter verbessert.

Damit erhöht sich der Versorgungsgrad mit DAB+ in Thüringen auf 87 Prozent für den Empfang in Gebäuden und auf 98 Prozent für den mobilen Empfang zum Beispiel im Auto.

Beim Hohen Meißner handelt es sich um einen Senderstandort des Hessischen Rundfunks. Die Sendeanlagen für den MDR werden im Rahmen einer Kooperation durch den Hessischen Rundfunk betrieben.

Radio auf digitalem Wachstumskurs

Der jüngste Digitalisierungsbericht Audio der Medienanstalten bewies: Die Digitalisierung des Hörfunks schreitet stetig voran. Demnach hat über ein Viertel der deutschen Bevölkerung, das sind ca. 17,9 Millionen Menschen, Zugang zu mindestens einem DAB+ Gerät. Damit können im Vergleich zum Vorjahr über eine Million Menschen mehr digital-terrestrische Radio-Angebote empfangen. In Haushalten, die bereits mit einem DAB+ Gerät ausgestattet sind, ist DAB+ nun vor UKW die am häufigsten genutzte Empfangsart.

Den zunehmenden Erfolg von DAB+ belegt auch die jüngste Media Analyse Audio: Demnach ist DAB+ aktuell der Radioverbreitungsweg mit dem stärksten Nutzungszuwachs in Deutschland.

Weichen sind gestellt

Die Weichen in Europa und Deutschland sind auf dynamisches Wachstum gestellt: Die zum Ende des Jahres in Kraft tretende europaweite Verpflichtung, Neuwagen mit DAB+ Empfang auszustatten, stellt ebenso einen Meilenstein dar wie der Start der privaten zweiten bundesweiten Senderkette für DAB+ ab Oktober.

Das besagt die EU-Richtlinie für Elektronische Kommunikation (EECC)

Die ab dem 21. Dezember 2020 geltende EU-Richtlinie für Elektronische Kommunikation besagt, dass alle Autoradios, die in Neuwagen eingebaut werden, in der Lage sein müssen, digital terrestrisch ausgestrahlte Hörfunkprogramme zu empfangen. Deutschland hat die EU-Richtlinie im Telekommunikationsgesetz (TKG) verankert. Das schreibt ergänzend vor, dass ab dem 21. Dezember 2020 auch die meisten stationäre Radiogeräte einen digitalen Empfang ermöglichen müssen.


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