DAUN, 08.03.2017 - 14:23 Uhr
Radio

Media-Analyse 2017: ARD-Radiowellen bauen Vorsprung auf private Konkurrenz weiter aus

(dpa) - Auf dem deutschen Radiomarkt ist der Vorsprung der ARD-Sender gegenüber der privaten Konkurrenz weiter gewachsen. Von Montag bis Freitag schalten täglich 38,17 Millionen Menschen die gebührenfinanzierten Wellen ein. Die Privatsender erreichen 31,14 Millionen Hörer. Wie aus der am 8. März in Frankfurt veröffentlichten Media-Analyse hervorgeht, haben jedoch sowohl Öffentlich-Rechtliche als auch Private etwas an Hörerschaft verloren.

Die ARD-Sender haben der Umfrage zufolge 0,9 Prozent weniger Hörer als bei der jüngsten Erhebung vom vergangenen Juli. Das Minus der Privaten liegt bei 1,2 Prozent. Das Interesse am Hörfunk ist insgesamt leicht gesunken. Unter der Woche hören 78,1 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab zehn Jahren (56,627 Millionen) täglich Radio, das sind fast 380 000 weniger als bei der jüngsten Erhebung. Die tägliche Hördauer liegt im Schnitt bei 189 Minuten - mehr als drei Stunden.

Mit Abstand meistgehörter Sender Deutschlands bleibt das private Radio NRW. Der Verbund aus 45 lokalen Wellen kommt bundesweit auf 1,72 Millionen Hörer pro Stunde an einem Werktag. Dahinter folgen die Radio-Kombi Württemberg (1,145), die WDR-Programme WDR 2 (1,071) und 1Live (1,042) sowie die öffentlich-rechtliche Popwelle SWR3 (1,031). Der Privatsender Antenne Bayern (1,011) rutschte vom zweiten auf den sechsten Platz.

Die deutschlandweiten Informations- und Kulturwellen festigten ihre Ergebnisse der jüngsten Erhebung. Den Deutschlandfunk schalten - am gesamten Werktag - weiterhin im Schnitt rund 1,6 Millionen Menschen ein. Das Deutschlandradio Kultur erreicht 543.000 Hörer täglich (plus 4 Prozent).

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma), ein Zusammenschluss von Unternehmen der Medien- und Werbewirtschaft ermittelt zweimal jährlich die Reichweiten auf dem deutschen Radiomarkt. Bundesweit wurden dafür mehr als 69.000 Menschen ab zehn Jahren nach ihren Lieblingssendern gefragt. Es geht um alle Verbreitungswege, auch über das Internet. Ermittelt werden die Daten von mehr als 400 Sendern.


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