- © Foto: Illustration: Rosendahl Berlin -
DAUN, 09.09.2019 - 15:36 Uhr
Radio

Medienanstalten: Zweiter Digitalisierungsbericht 2019 Audio veröffentlicht

Digitaler Radioempfang legt weiter zu

In Deutschland wird Radio immer mehr digital gehört. Das bestätigt der am 9. September mit Spannung erwartete zweite Digitalisierungsbericht 2019 Audio der Medienanstalten, der am 9. September auf der IFA vorgestellt wurde. Besonders DAB+, der Nachfolger von UKW, hat in Deutschland kräftig zugelegt. Auch die Ausstattung mit internetfähigen IP-Radiogeräten konnte leicht zulegen und liegt nunmehr bei 12 Prozent der Haushalte.

Fast ein Viertel der Haushalte in Deutschland (23 Prozent) ist zuhause oder im Auto mit DAB+-Empfangsgeräten ausgestattet. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und entspricht mehr als neun Millionen Haushalten. Die Netto-Digitalisierungsquote im Hörfunk ist weit über die 50 Prozent-Marke gestiegen.

DAB+ entscheidender Treiber des digitalen Radioempfangs

Entscheidender Treiber des digitalen Radioempfangs sei bei genauer Betrachtung DAB+, wie die Zahlen des ergeben. Die Haushaltsausstattung mit DAB+-Empfängern sei um mehr als ein Drittel gegenüber dem Vorjahr angestiegen, hieß es.

DAB+ in den Bundesländern im Trend / (c) Kantar – Digitalisierungsbericht Audio 2019 Besonders interessant: Das größte Wachstum verzeichnen dabei mit 50 Prozent und mehr die Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, zumal sich ausgerechnet im Bundesland Niedersachsen jüngst der Landtag auf Antrag der FDP-Fraktion gegen eine weitere Förderung von DAB+ ausgesprochen hatte und stattdessen auf den Mobilfunkstandard 5G als Übertragungsweg setzt (InfoDigital berichtete).

Die höchste Dichte an DAB+-Haushalten weist nach wie vor Bayern mit knapp 30 Prozent der Haushalte auf, gefolgt von Sachsen (26 Prozent) und Baden-Württemberg (24 Prozent).

DAB+ vor allem im Auto kräftig zugelegt

DAB+ hat dabei vor allem im Auto kräftig zugelegt. Mehr als sechseinhalb Millionen Autoradios empfangen mittlerweile den Digitalradiostandard, gleichzeitig geht die Ausstattung mit reinen UKW-Empfängern weiter zurück. Während vor fünf Jahren noch gut 95 Prozent der Autoradios ausschließlich UKW empfangen konnten, sind es mittlerweile weniger als 85 Prozent. IP-Radios bleiben im Auto hingegen eine Seltenheit und machen etwa 1 Prozent der Autoradios insgesamt aus.

Cornelia Holsten, Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, zeigt sich erfreut über die aktuellen Zahlen: „Die Digitalisierung des Hörfunks hat im letzten Jahr einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. Der Point of no Return zur Volldigitalisierung ist überschritten.“

Netto-Digitalisierungsquote bei 58 Prozent

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland verfügt heute über eine digitale Radioempfangsmöglichkeit oder nutzt Webradio. Insgesamt ist die Netto-Digitalisierungsquote um 5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 58 Prozent gestiegen.

Während die Anzahl an UKW-Radiogeräten immer mehr sinkt, ist der digitale Radioempfang auf klarem Wachstumskurs und DAB+ bildet mittlerweile die Spitze der Entwicklung.


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