DAUN, 04.02.2014 - 10:51 Uhr
Radio

Niederländer diskutieren über Termine für die UKW-Abschaltung und die Voraussetzungen

Bei dem jüngsten Treffen der „Dutch Guild of Multi-Media Engineers“ kündigte Tom Visser vom „Ministerie van Economische Zaken“, dem niederländischen Wirtschaftsministerium, an, dass die Regierung 2015 entscheiden werde, ob man die UKW-Frequenzen abschalte und komplett auf Digital wechsle oder nicht. Die öffentlich-rechtlichen niederländischen Sender unternahmen bereits 2004 die ersten Schritte in Richtung des Übertragungsstandards Digital Audio Broadcasting (DAB), aber die privaten Radiostationen fingen erst im letzten September an, über DAB+ zu senden. Allerdings werden sich beide, die öffentlich-rechtlichen und die privaten Stationen, 2014 zusammentun und eine große TV- und Radio-Werbekampagne organisieren, um bei den Verbrauchern für digitale DAB+-Empfänger zu werben.

Marktdurchdringung von 50 Prozent notwendig

Obwohl die Akzeptanz bisher gering ist, gehen Insider davon aus, dass innerhalb von fünf Jahren bereits 50 Prozent der niederländischen Haushalte einen DAB+-Empfänger haben werden. Die Sender zählen darauf, dass die Werbekampagne diesen Verlauf erleichtern wird. Dem niederländischen Wirtschaftsministerium zufolge ist eine Marktdurchdringung mit DAB+-Empfängern von mindestens 50 Prozent erforderlich, um einen offiziellen Termin für die UKW-Abschaltung festzulegen. Aber wie Visser in seiner Rede an die „Dutch Guild of Multi-Media Engineers“ betonte, gäbe es noch zahlreiche Fragen in Bezug auf die lokalen Radiostationen und die Digitalübertragung, da viele von diesen nicht über die Ressourcen verfügen, die ihre öffentlich-rechtlichen und privaten Pendants haben.

2016 erste Marktanalyse

Eine erste Analyse der DAB+-Empfänger-Penetration beim Verbraucher ist für 2016 festgesetzt – ein Jahr bevor die bestehenden UKW-Lizenzen auslaufen werden und ein Jahr später als Visser ankündigte. Wenn die Receiver-Aufnahmequote bis 2016 größer als 50 Prozent ist, wird sich die Regierung für ein UKW-Abschaltdatum bis spätestens 2017 entscheiden – wenn die UKW-Lizenzen auslaufen. Wenn das Ziel von 50 Prozent nicht erreicht wird, plant die Regierung, einen neuen UKW-Frequenz-Plan aufzuziehen, der UKW-Übertragungen über 2023 hinaus aufrechterhält. Die Verfahrensweise der niederländischen Regierung unterscheidet sich von der in Ländern wie Norwegen, Dänemark und Großbritannien, wo das Verschwinden von UKW nicht von der Zahl der verkauften DAB+-Geräte bestimmt wird, sondern eher von der Anzahl der Hörer von Analog-Radio.

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