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DAUN, 20.09.2021 - 14:00 Uhr
Radio - Internet Radio

Studie: Podcast-Nutzung steigt erneut stark an

Im Vergleich zum Vorjahr hat die Nutzung von Podcasts mit 42,6 Prozent erneut deutlich zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommt der Convergence Monitor 2021, den das Marktforschungsinstitut Kantar im Auftrag der AGF Videoforschung erhoben hat.

Mittlerweile geben 17,4 Prozent der Befragten an, mindestens einmal pro Monat einen Podcast zu hören. Von den 14- bis 29-Jährigen sind es schon 26,0 Prozent. „Mit dem steigenden Angebot und interessanten Inhalten entwickelt sich auch die Podcast-Nutzung stetig nach oben“, erklärt Kerstin Niederauer-Kopf, Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF Videoforschung.

Beim Einsatz von Smart Speakern wie Amazon Echo/Alexa oder Google Nest ist das Abspielen von Musik, Hörspielen und ähnlichen Inhalten das beliebteste Feature (70,6 Prozent). An zweiter Stelle der Nutzung stehen Radioprogramme (54,3 Prozent) gefolgt von Wetterberichten oder Zeitangaben/Timer (je 44,0 Prozent). Erst an 9. Stelle rangiert mit 7,5 Prozent Smart Shopping, also das Bestellen und Einkaufen über den digitalen Sprachassistenten. Insgesamt ist die Nutzung der schlauen Lautsprecher zu 2020 um fast 50 Prozent gewachsen.

Auch Musikstreaming setzt seinen konstanten Wachstumskurs fort. 30,7 Prozent der Befragten nutzen dieses Angebot demnach mindestens einmal pro Monat (2020: 28,5 Prozent). Im Gegenzug hat YouTube als Musikabspiel-Plattform leicht an Attraktivität verloren und im Vergleich zur Vorjahreserhebung 4,6 Prozentpunkte eingebüßt.

Wenn die Deutschen ihre Haushalte mit Mediengeräten aufrüsten, dann legen sie sich derzeit neben smarten Lautsprechern vor allem Smart Watches und Fitness Armbänder zu. Diese sind mittlerweile in 18,4 Prozent der Haushalte zu finden, was einem deutlichen Plus von 34,3 Prozent entspricht. Betrachtet nach Personen geben 15,3 Prozent an, ein solches Device zu nutzen - ein Plus von sogar 62,8 Prozent.

Mit rund 90 Prozent liegt die Internetnutzung unverändert auf hohem Niveau. Dabei gewinnt das TV-Gerät zunehmend an Bedeutung. Seit 2016 hat sich die Internetnutzung an Fernsehern nahezu verdoppelt, 2021 ist sie auf 30,0 Prozent gestiegen (2020: 16,1 Prozent). Wenn die Deutschen online sind, dann geht es - wie in den Vorjahren - vor allem um Kommunikation (88,4 Prozent) und Mediennutzung (83,2 Prozent).

Weiter an Relevanz gewonnen haben Transaktionen wie Online-Banking oder -Shopping (80,6 Prozent). „Während der Anstieg bei Transaktionen im Vorjahr noch auf eine zunehmende Online-Shopping-Lust zurückzuführen war, resultiert er in diesem Jahr vor allem aus einem Zuwachs beim Online-Banking“, sagt Kerstin Niederauer-Kopf. Besonders bei den 30- bis 49-Jährigen ist der Anteil derjenigen, die Online-Banking nutzen, gestiegen, und zwar von 68,5 Prozent auf 80,9 Prozent. „Möglicherweise ist das Thema Geldanlage pandemiebedingt stärker in den Fokus gerückt und die Menschen haben sich mehr mit Alternativen zum Filialbanking, kontaktlosem Bezahlen, dem Thema Geldanlage, Negativzinsen oder einer möglichen Inflation beschäftigt“, so Niederauer-Kopf.

Eine wesentliche Rolle bei der digitalen Kommunikation spielen Social Media und Instant Messaging. Hier hat sich im Nutzungs-Ranking keine Veränderung zum Vorjahr ergeben: WhatsApp führt mit 80,5 Prozent souverän vor Facebook (46,9 Prozent), Instagram (27,2 Prozent) und Snapchat (11,0 Prozent). Deutlich zugelegt auf 10,3 Prozent hat das dynamisch wachsende Videoportal TikTok. Bei den B-to-B-Networks landet Xing mit 5,8 Prozent knapp vor dem internationalen Konkurrenten LinkedIn (5,2 Prozent).


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