DAUN, 23.09.2020 - 12:34 Uhr
Radio - DAB+

Weitere Details zum Start von DAB+ in Luxemburg

In 30 europäischen Ländern gibt es bereits Hörfunkausstrahlungen über den digitalen Antennenstandard via DAB+. Ab dem kommenden Frühjahr soll nun auch im Großherzogtum Luxemburg der UKW-Nachfolger an den Start gehen, wie InfoDigital berichtete. InfoDigital hat nun weitere Details über den DAB+ Multiplex in Luxemburg erfahren.

Foto: Screenshot BCE Promotionvideo Wenn alles glatt läuft, geht ab dem kommenden Frühjahr 2021 der erste DAB+ Multiplex mit allen lokalen Radioprogrammen aus Luxemburg ans Netz, darunter die bekannten Sender RTL Radio Lëtzebuerg und Eldoradio sowie weiteren Radiostationen.

In der vergangenen Woche startete nun eine DAB-Teststudie der lokalen Regulierungsbehörde, die allen luxemburgischen Sendern - einschließlich der lokalen Sender - offensteht, sofern diese bereits für die Ausstrahlung über UKW lizenziert sind.

Unterdessen habe die RTL-Techniktochter, das Broadcast Center Europe (BCE) die Übertragungslizenz erhalten, um die Testausstrahlungen zu starten, wie InfoDigital von Vincent Demarque, ein dafür verantwortlicher Projektingenieur beim BCE in RTL City erfuhr. Dies sei jetzt soweit fertig „und wir planen, am nächsten Donnerstag zu beginnen (also am 24. September)“, sagte Demarque auf Anfrage gegenüber InfoDigital.

Das sind die Programme

DAB+ Radio, Bild: InfoDigital, U.Bley Unterdessen schaltete das BCE die Programm-Kennungen folgenden Sender im LUX-NAT DAB+ Multiplex auf: Mit dabei sind, wie erwartet RTL Radio Lëtzebuerg, RTL Radio und ELDORADIO sowie die Sender Essentiell Radio, Latina, POA (Péiteng on Air), --HQ--, 100.7 und ARA.

Das BCE könne nun die technischen Möglichkeiten von DAB + prüfen sowie die Bedingungen, die erforderlich seien, damit Luxemburg vollständig von dieser Norm abgedeckt werde, wie RTL auf seiner Internetseite berichtet.

Diese Studie habe das Ziel ein Netzwerk mit optimaler Abdeckung zu schaffen sowie die Kosten für jede Station zu bewerten, erklärte Demarque. Dazu zählen der im Multiplex verwendete Speicherplatz, die Abdeckung (Anzahl der Senderstandorte) sowie die angeforderte Servicequalität (Support-Level und Redundanz).

Die Studie werde Mitte Dezember mit einer neuen Konferenz beendet, „auf der wir unsere Schlussfolgerungen ziehen werden“, so Projektingenieur weiter.

Bis dahin haben alle Stationen die Möglichkeit, die drei wichtigsten Parameter für sie zu ändern:

  • Bitrate für Audio (und auch Encodertyp: ODR oder Fraunhofer)
  • Bitrate für Metadaten. Einige bereiten derzeit die Verwendung der Diashow-Funktion vor
  • Schutzstufe: Sie haben die Möglichkeit, zwischen den beiden Hauptmodi EEP-A3 und EEP-A2 zu wählen

Im nächsten Jahr könne dann, nach den gegebenen Schlussfolgerungen und dem Feedback aller Teilnehmer, ein offizieller Multiplex gestartet werden, so der BCE Ingenieur abschließend.

Ausstrahlung über Standorte Hosingen und Dudelange geplant

Wie in InfoDigital bereits berichtet, plant man über den Standort in Dudelange eine Leistung von 10 kW ERP zu erreichen sowie in Hosingen 2 kW ERP.

Bereits im Jahr 2018/2019 führte das BCE auf Kanal 7D (Band III, 194.064MHz) Testausstrahlungen in Luxemburg durch. Laut Angaben des Weltverbands WorldDAB reichten die Testsignale seinerzeit bis in die Regionen der angrenzenden Bundesländer Rheinland-Pfalz, dem Saarland und über die belgische Grenze hinaus.

Informationen über iBCE – Digital Radio im Internet finden Sie hier.

InfoDigital hält Sie auf dem Laufenden.


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