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DAUN, 29.05.2020 - 14:05 Uhr
Technik - Satellit

40 Jahre Satellitenbodenstation Aflenz in Österreich

Eine der größten Satelliten Relay-Stationen Europas, die Erdfunkstelle in Aflenz/Österreich, feiert ihr 40-jähriges Jubiläum. Die Satellitenbodenstation wurde am 30. Mai 1980 in Betrieb genommen. Mehr als 60 Antennen schicken vom einzigen Teleport Österreichs Daten mit Lichtgeschwindigkeit 36.000 km weit zum Satelliten.

„Unsere Erdefunkstelle in Aflenz ist nicht nur eine der wichtigsten High-Tech Schnittstellen Österreichs mit der ganzen Welt, sondern auch architektonisch einmalig“, freut sich A1 CEO Marcus Grausam. „Mit der Erdefunkstelle hat Österreich seit 1980 seine eigenen ,Ohren’ ins Weltall! Damit können wir ein komplettes Portfolio an Satelliten-basierten Services in mehr als 70 Ländern anbieten. Aflenz ist über den A1 Telekom Austria Group Backbone in 47 Ländern weltweit verbunden.“

Architektur im Einklang mit der Natur

Die Erdfunkstelle Aflenz wurde am 30. Mai 1980 in Betrieb genommen. Das vom Wiener Architekten Prof. Gustav Peichl entworfene Gebäude ist nahezu unsichtbar in die Landschaft eingebettet und bietet auf einer Fläche von 130.000 Quadratmetern Platz für modernstes High-Tech Equipment zur ultraschnellen Datenübertragung. Es gilt als eine der gelungensten architektonischen Lösungen Österreichs und wurde mit dem Preis des Landes Steiermark für Architektur und dem „Geramb-Dankzeichen für Gutes Bauen“ ausgezeichnet.

Ursprünglich mit einer Gesamtinvestition von mehr als 600 Millionen Schilling (rund 44 Millionen Euro) inkl. aller technischen Einrichtungen in nur 17 Monaten erbaut, wurden im Laufe der letzten Jahre zahlreiche Neuinvestitionen getätigt, die gesamte technische Ausstattung durch digitale Systeme ersetzt und zusätzliche Antennen installiert, sodass die Erdfunkstelle Aflenz heute auf dem modernsten Stand der Informationstechnologie ist. So können riesige multimediale Datenmengen in Sekundenbruchteilen weltweit versendet werden.

Von der Erde ins All und retour: mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs

Insgesamt befinden sich in der Erdfunkstelle Aflenz mehr als 60 Antennen. Der Durchmesser der größten Antenne mit einem Gewicht von 275 Tonnen misst 32 Meter; das entspricht in etwa 8 Autolängen. Jede einzelne Antenne steht in Kontakt mit einem Satelliten, der wiederum für den Daten-Transfer in eine bestimmte Erdregion zuständig ist. Alle Antennen schicken ihre Signale mit Lichtgeschwindigkeit über eine Strecke von 36.000 km zum Satelliten. Dabei rasen die Daten mit 300.000 km/s durchs All. „Wenn andererseits die Welt nach Österreich blickt, ist ebenfalls Aflenz die mediale Schnittstelle. Hier wird dafür gesorgt, dass Millionen von Menschen rund um den Globus Österreich näher gebracht wird; sei es das weltbekannte Neujahrskonzert, der Opernball oder ein wichtiges sportliches bzw. politisches Ereignis“, so Grausam.

Sonnenenergie für Datenübertragung in Lichtgeschwindigkeit

Ein 2013 errichteter Photovoltaikpark liefert die Energie für die Erdfunkstelle. Die Photovoltaik-Freiflächenanlage umfasst 790 Photovoltaik-Module auf 4800 m2. „Damit produzieren wir jährlich ca. 190.000 kWh und speisen diesen Strom auch gleich direkt in die Erdfunkstelle ein. So sparen wir rund 90.000 kg CO2 pro Jahr ein“, erläutert Grausam.


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