- © Foto: NorthropGrumman -
DAUN, 11.01.2022 - 12:36 Uhr
Technik - Satellit

Airbus baut Zwischenstation für zukünftige Reisen zum Mond

Lunar Gateway-Station soll 2024 starten

Ein zukünftiger Wohn- und Logistik-Außenposten (HALO) soll die Versorgung der Astronauten auf dem Weg zum Mond ermöglichen. Airbus Crisa, eine Airbus Tochtergesellschaft, hat nun mit Northrop Grumman einen Vertrag über die Entwicklung des Energiemanagement- und -verteilungssystems (PMAD) für den Habitation and Logistics Outpost (HALO) unterzeichnet.

Airbus Crisa ist ein 1985 gegründetes spanisches Unternehmen, das elektronische Geräte und Software für Raumfahrtanwendungen und Engineering-Projekte für Bodenstationen entwickelt und herstellt. Es ist vollständig in Airbus Defence and Space integriert.

Start für 2024 geplant

Die neue Lunar Gateway-Station, deren Start für 2024 geplant ist, wird zunächst aus zwei Modulen bestehen und in den darauffolgenden Jahren auf fünf Module erweitert werden. Die Station soll sowohl als Weltraumlabor als auch als logistische Zwischenstation für zukünftige Reisen zur Mondoberfläche und zum Mars dienen. Die beiden ersten Module tragen die Namen PPE und HALO. Das PPE (Power and Propulsion Element) verfügt über die Solarzellen, die die Station mit Energie versorgen, sowie über Triebwerke, die eine stabile Umlaufbahn um den Mond ermöglichen. HALO ist das Wohn- und Logistik-Modul, in dem die Astronauten während der geschätzten 40 Tage der ersten Missionen leben werden.

„Dieser Auftrag im Wert von mehr als 50 Millionen US-Dollar spiegelt unsere Fähigkeit wider, hochspezialisierte Raumfahrtausrüstung an globale Hersteller zu liefern und ist unser erster Beitrag zum Gateway, welches den Mond umrunden wird und Teil des NASA Artemis-Programms zur Rückkehr zum Mond ist“, sagte Fernando Gómez-Carpintero, CEO von Airbus Crisa. „Dies ist ein spannender Schritt, da Airbus Crisa das PMAD als modulares Standard-Energiemanagementsystem für alle künftigen Raumstationen und bemannten Fahrzeuge entwickelt. Wir haben eine bahnbrechende Lösung mit einem architektonischen Konzept entwickelt, das es in diesem Sektor noch nie gab. Damit legen wir den Grundstein für einen neuen internationalen Standard und setzen uns damit an die Spitze der Branche.“

Das PMAD-System verfügt über vier Stromversorgungseinheiten und wird den Strom aus den Solarzellen des PPE verwalten. Er wird den Strom je nach Bedarf an die Bordgeräte und den Rest der Station verteilen und dabei stets die Sicherheit der Besatzung an Bord gewährleisten. Das PMAD wird das Lebenserhaltungssystem, die Innenbeleuchtung, die Kommunikationssysteme und die wissenschaftlichen Experimente mit Strom versorgen. Es sorgt dafür, dass die Batterie von HALO immer optimal geladen und einsatzbereit ist, wenn die Solar-Paneele nicht genügend Sonnenlicht erhalten. Das PMAD muss auch die Transferfahrzeuge mit Strom versorgen, wenn diese andocken.

Airbus Crisa ist dank der bei den anspruchsvollen ESA-Erkundungsmissionen gesammelten Erfahrungen ein wichtiger internationaler Akteur in den Bereichen digitale Steuerung der Energieumwandlung sowie Energiemanagement und -verteilung für Satelliten- und Trägerraketen. Dieser Vertrag zeigt das große Potenzial von Airbus Crisa, zuverlässige Flugeinheiten für US-Hersteller zu liefern.


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