- © Foto: Airbus -
DAUN, 05.05.2020 - 15:42 Uhr
Technik - Satellit

Airbus und Xenesis unterzeichnen Nutzlast-Vertrag für neue Bartolomeo-Plattform der ISS

Airbus und Xenesis haben einen Vertrag über einen Nutzlastplatz auf der Bartolomeo-Plattform der internationalen Raumstation ISS (International Space Station) unterzeichnet. Demonstriert werden soll dabei das optische Weltraumkommunikationsterminal Xen-Hub von Xenesis.

Xen-Hub bietet eine Übertragungsrate von mehr als 10 Gigabyte pro Sekunde. Das Terminal basiert auf einem Technologietransfer des NASA Jet Propulsion Laboratory und soll die Bandbreite von Satellitenkommunikation erweitern.

Die Bartolomeo-Plattform bietet Kapazitäten für externe Forschung und Nutzlasten auf der ISS und eröffnet so neue Möglichkeiten für Wissenschaft und Forschung. Die Plattform startete vom Kennedy Space Center in Florida und wurde am 1. April am Columbus-Modul der ISS installiert. Bartolomeo ist eine eigenfinanzierte kommerzielle Entwicklung von Airbus in Kooperation mit der ESA und der NASA.

Latenzarme Kommunikation mit über 10 GB/s.

Bartolomeo in Parkposition; Bildrechte: NASA Die niedrige Orbit-Position der ISS bietet eine stabile Ausgangslage für eine äußerst latenzarme Kommunikation mit über 10 GB/s. Von seiner optimalen Position an der ISS aus bietet Bartolomeo einen direkten Blick auf die Erde aus etwa 380 km Höhe. Dies erlaubt es Xen-Hub, seine Durchlaufzeit zu maximieren und den Datendurchsatz zu erhöhen.

Alternative zu kleinen Satelliten und CubeSats

Bartolomeo ist eine kosten- und zeiteffiziente Alternative zu kleinen Satelliten und CubeSats für verschiedenste Missionen. Die Plattform kann bis zu zwölf verschiedene Nutzlasten aufnehmen, versorgt sie mit Energie und stellt die Datenübertragung zur Erde her. Bartolomeo eignet sich für Experimente unterschiedlichster Art, beispielsweise Erdbeobachtung, Umwelt- und Klimaforschung, Robotik, Werkstofftechnik und Astrophysik.

Die Plattform bietet kommerziellen Kunden und Wissenschaftlern gefragte Nutzlastplätze für den Test von Weltraumtechnologien, die Verifizierung neuer Geschäftsansätze in der Raumfahrt, die Durchführung von Experimenten in Schwerelosigkeit oder die Erkundung von Fertigungsmöglichkeiten im Weltraum.

Nutzlasten können bei jeder Wartungsmission zur ISS, also etwa alle drei Monate, in den Weltraum gebracht werden. Dabei können Nutzlasten verschiedener Massen – von fünf bis 450 Kilogramm – aufgenommen werden. Airbus stellt einen optischen Daten-Downlink mit einer Übertragungskapazität von ein bis zwei Terabyte pro Tag zur Verfügung.

Nutzlasten können innerhalb von rund zwölf Monaten vorbereitet und einsatzbereit sein. Die Nutzlastgrößen, Schnittstellen und Vorbereitungsprozesse für Start und Integration sind weitestgehend standardisiert. So können die Vorlaufzeiten reduziert und die Kosten gegenüber denen für traditionelle Missionen erheblich gesenkt werden.

Airbus bietet diesen bequemen Zugang zum Weltraum als „All-in-One“-Missionsservice an. Dies umfasst technische Unterstützung bei der Vorbereitung der Nutzlasten, Start und Installation, Betrieb und Datentransfer und optional eine Rückführung zur Erde.


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