- © Foto: OneWeb -
DAUN, 15.09.2021 - 11:40 Uhr
Technik - Satellit

Arianespace bringt 36 weitere OneWeb-Satelliten in die Umlaufbahn

Meilenstein: Arianespace überschreitet Zahl von über 1000 ausgesetzten Satelliten seit Gründung

Der Raketenbetreiber Arianespace hat mit seiner Mission Flug ST35, am 14. September um 20.07 Uhr MESZ, 34 weitere Satelliten des britischen Kommunikationsunternehmens OneWeb mit einer Sojus-Trägerrakete vom Kosmodrom Baikonur in Russland in die Umlaufbahn gebracht. Mit diesem Start hat Arianespace seit seiner Gründung im Jahr 1980 insgesamt 1.021 Satelliten in die Umlaufbahn gebracht, teilte die Arianespace Group mit.

Damit erhöhte sich die Zahl der in der Umlaufbahn befindlichen Satelliten des Betreibers nach ihrer erfolgreichen Aussetzung auf 322. Der Flug ST35 war die 60. von Arianespace und seiner Tochtergesellschaft Starsem durchgeführte Sojus-Mission und die zehnte im Auftrag von OneWeb.

Die Mission dauerte drei Stunden und 45 Minuten. Die 34 Satelliten wurden nach neun Trennsequenzen in einer Höhe von 450 km ausgesetzt. Mit diesem neunten erfolgreich von den Arianespace-Teams durchgeführten Start in diesem Jahr stieg die Gesamtzahl der seit der Unternehmensgründung in den Orbit beförderten Nutzlasten auf 1.021.

„Wir gratulieren unseren Teams, die den 60. Start mit der Sojus und den zehnten Start für OneWeb zum Erfolg gebracht haben. Wir erleben heute einen großen Augenblick, wo wir die Zahl der 1 000 in den Weltraum gestarteten Satelliten überschreiten. Zugleich gewinnt unser Kunde OneWeb mit über 300 Satelliten im Orbit noch ein wenig an Tempo. Dieser tausendste Satellit wurde von unserer Gemeinschaft in Anspielung auf die Zahl Tausend im Altgriechischen in einem Wettbewerb auf unseren sozialen Medien XiliaSat getauft“, so Stéphane Israël, CEO von Arianespace. „Dieser Start illustriert die jüngste Intensivierung der Raumfahrt – ein Drittel dieser   1. 000 von Arianespace gestarteten Satelliten wurde in den letzten 20 Monaten in die Umlaufbahn gebracht. Damit sind wir als Leader des Sektors aufgefordert, unsere Verantwortung für die Förderung einer nachhaltigen Nutzung des Weltraums wahrzunehmen.“

322 OneWeb-Satelliten bislang im All

Bis heute hat Arianespace mit zehn Sojus-Flügen 322 OneWeb-Satelliten gestartet. In den Jahren 2021 und 2022 folgen neun weitere Starts für OneWeb. Mit den folgenden Starts ist OneWeb in der Lage, seine vollständige globale Konstellation von 650 Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn (Low Earth orbit), in einer Höhe von rund 1200 km bis Ende 2022 abzuschließen.

Die Mission von OneWeb besteht darin, durch eine Satellitenkonstellation der nächsten Generation eine Plattform für die weltweite Vernetzung zu schaffen, um eine Hochgeschwindigkeitsverbindung mit niedriger Latenz für eine Vielzahl von Kunden aus Sektoren wie Luftfahrt, Seetransport, Unternehmen und Regierungseinrichtungen bereitzustellen. Das wichtigste Ziel von OneWeb ist es, die entlegensten Orte auf der Erde, die mit Glasfaser nicht zu erreichen sind, zu vernetzen und so die digitale Kluft zu überwinden.

Der Hauptauftragnehmer für die Satelliten ist OneWeb Satellites, eine Joint Venture zwischen OneWeb und Airbus Defence and Space. Die Satelliten werden in Florida, USA, in einer hochmodernen Fertigungsreinrichtung gebaut, in der dank einer speziellen Serienproduktionslinie für Montage, Integration und Test von Raumfahrzeugen bis zu zwei Satelliten täglich hergestellt werden können.

Der Start der Satelliten wurde von Arianespace und seiner europäisch-russischen Tochter Starsem im Auftrag von Glawkosmos, der kommerziellen Tochterfirma der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, durchgeführt. Arianespace ist für die Gesamtmission und die Flugtauglichkeit zuständig und wird für die Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Startkampagne von Starsem unterstützt, die auch das Management der unternehmenseigenen Startanlage im Kosmodrom Baikonur umfassen.

RKZ Progress (das Raumfahrtzentrum Samara) ist für Entwurf, Entwicklung, Fertigung und Integration der Sojus-Träger, sowie seiner drei Unterstufen zuständig, während NPO Lawotschkin für die Startvorbereitung und den Flug der Oberstufe Fregat verantwortlich ist.

Der Lift-Off kann auf der YouTube-Seite von Arianespace noch einmal angeschaut werden.


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