DAUN, 14.11.2017 - 12:44 Uhr
Technik - Satellit

Bremer Satellitenbauer „OHB SE“ legt 9-Monats-Zwischenbericht vor

Der Bremer Satellitenbauer „OHB SE“ hat seinen 9-Monats-Zwischenbericht vorgelegt. Wie das Unternehmen am 14. November mitteilte, sei auch das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres von einer weiter anhaltenden Dynamik im OHB-Konzern sowie einer hohen Zahl von Auftragseingängen geprägt.

ESA und EU-Kommission hatten die OHB System AG bereits im Juni dieses Jahres mit der Fertigung acht weiterer Galileo-Navigationssatelliten für rund EUR 324 Mio. beauftragt.

ESA/EU orderten vier zusätzliche Galileo-Satelliten

Am 5. Oktober noch ein Auftrag für vier zusätzliche Galileo-Satelliten mit einem Auftragsvolumen von EUR 158 Mio. Damit steigt die Zahl der von OHB gelieferten Galileo-Satelliten auf insgesamt 34.

Zuschlag für elektro-optische Aufklärungssatelliten

Zuletzt erhielt die OHB System AG den Zuschlag von der zuständigen Stelle der Bundesrepublik Deutschland für die Realisierung eines Satellitensystems zur weltweiten elektro-optischen Aufklärung. Die Realisierung erfolgt in einem Budgetrahmen von bis zu 400 Mio. Euro. Das Besondere an diesem Auftrag ist, dass OHB somit kompetenter Technologiepartner der Bundesrepublik Deutschland sowohl für radarbasierte als auch elektro-optische Aufklärung sein wird.

Die Gesamtleistung des OHB-Konzerns erreichte nach neun Monaten in der Folge EUR 541,0 Mio., eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7 % (Vorjahr: EUR 507,1 Mio.).

Die eigene Wertschöpfung in Höhe von EUR 320,6 Mio. bewegte sich auf dem Niveau des vorjährigen Berichtszeitraum (EUR 321,1 Mio.). Der um knapp 5 % gestiegene Materialaufwand ist eine Folge des guten Projektfortschritts in den Entwicklungsprojekten. Das operative Ergebnis (EBITDA) legte auf EUR 41,6 Mio. zu (Vorjahr: EUR 37,5 Mio.). Die erzielte operative EBITDA-Marge verbesserte sich nach neun Monaten 2017 auf 7,7 % nach 7,4 % im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Trotz der leicht höheren Abschreibungen von EUR 9,9 Mio. im laufenden Geschäftsjahr nach EUR 8,9 Mio. im Vorjahr, steigt das EBIT auf EUR 31,7 Mio. nach EUR 28,6 Mio. im Vorjahr. Die entsprechende EBIT-Marge legte auf 5,9 % nach 5,6 % im Vorjahr zu. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg nach den ersten neun Monaten 2017 überproportional zur gestiegenen eigenen Wertschöpfung um 16% auf EUR 29,6 Mio. (Vorjahreswert: EUR 25,4 Mio.). Leicht höhere Einkommen- und Ertragsteuern in Höhe von EUR 8,9 Mio. (Vorjahr: EUR 8,1 Mio.) im Berichtszeitraum 2017 resultierten in einem um 19 % verbesserten Konzernperiodenergebnis in Höhe von EUR 20,6 Mio. (Vorjahr: EUR 17,3 Mio.).

Die unkonsolidierte Gesamtleistung des Unternehmensbereichs Space Systems übertraf mit EUR 404,0 Mio. den Wert der ersten neun Monate des vorherigen Jahres in Höhe von EUR 387,2 Mio. Die erhöhte Gesamtleistung resultierte in einem auf Vorjahresniveau liegenden operativen Ergebnis (EBITDA) von EUR 24,4 Mio. (Vorjahr: 24,7 Mio.). Das EBIT des Segments lag aufgrund leicht erhöhter Abschreibungen mit EUR 18,5 Mio. nahezu auf dem Niveau des Vorjahrs von EUR 19,2 Mio. Die EBIT-Marge bezogen auf die unkonsolidierte Gesamtleistung gab dementsprechend leicht nach und erreichte 4,6 % (Vorjahreswert: 4,9 %).

Die unkonsolidierte Gesamtleistung des Unternehmensbereichs Aerospace + Industrial Products erreichte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2017 EUR 145,2 Mio. (Vorjahr: EUR 123,3 Mio.), eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 18 %. Die um rund 24 % gestiegenen Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen im Berichtszeitraum betrugen EUR 67,8 Mio. nach EUR 54,8 Mio. im Vorjahr. Trotzdem resultiert daraus ein um 31 % gestiegenes operatives Ergebnis (EBITDA) in Höhe von EUR 17,2 Mio. nach EUR 13,1 Mio. im Vorjahr. Das um mehr als ein Drittel gestiegene EBIT des Segments in Höhe von EUR 13,3 Mio. (Vorjahr: EUR 9,8 Mio.) profitierte zusätzlich von nur leicht erhöhten Abschreibungen. Die EBIT-Marge bezogen auf die unkonsolidierte Gesamtleistung erreichte 9,1 % nach 7,9 % im Vorjahr.

Der feste Auftragsbestand des Konzerns erreichte nach neun Monaten des Geschäftsjahrs 2017 EUR 2.049 Mio. nach EUR 1.601 Mio. im Vorjahreszeitraum. Davon entfallen mit EUR 1.524 Mio. gut 74 % auf die OHB System AG.

Zum Ende des Berichtszeitraums lag der Finanzmittelbestand (ohne Wertpapiere) mit EUR 45,1 Mio. somit unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (EUR 61,5 Mio.).

Zum Stichtag 30. September 2017 lag die Bilanzsumme des OHB-Konzerns mit EUR 757,1 Mio. um EUR 74,1 Mio. rund 11 % über dem Niveau des 31. Dezember 2016 (EUR 682,9 Mio.). Das Eigenkapital nahm im Konzern um EUR 16,1 Mio. auf EUR 199,7 Mio. zu. Die Eigenkapitalquote lag damit am 30. September 2017 mit 26,4 % nahezu unverändert auf dem Niveau des 31. Dezember 2016 von 26,9 %.

Ausblick 2017 bestätigt

Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2017 eine konsolidierte Gesamtleistung des OHB-Konzerns in Höhe von EUR 800 Mio. Die operativen Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT sollen 2017 EUR 60 Mio., respektive EUR 44 Mio. erreichen. Aufgrund des hohen Auftragsbestands und des positiven Ausblicks für das aktuelle Geschäftsjahr geht der Vorstand davon aus, dass sich die Finanz- und Vermögenslage weiterhin gut entwickeln wird.

www.ohb-system.de


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