DAUN, 03.09.2018 - 12:32 Uhr
Technik - Radio

DAB+ wächst weiterhin – In einigen Bundesländern besteht noch Nachholbedarf

„Erfreulich, dass weiterhin ein stetiges Wachstum beim Radioempfang über DAB+ feststellbar ist“, kommentiert Willi Schreiner, Geschäftsführer der DRD Digitalradio Deutschland GmbH den neuesten Digitalisierungsbericht 2018, der am 3. September, anlässlich der Internationalen Funkausstellung in Berlin vorgestellt wurde. In 17 Prozent der bundesdeutschen Haushalte gibt es mindestens ein DAB+ Radiogerät und immer mehr Menschen haben die Möglichkeit, Radio über DAB+ zu hören, insgesamt 18,1 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahre. Bayern liegt mit 24,4 Prozent dabei ganz vorne, Bremen, Hessen und Niedersachsen weisen mit 14,7 bzw. 14,6 Prozent die geringste DAB+ Quote auf.

DAB + legt in allen Bundesländern zu, am stärksten mit plus 3,5 Prozentpunkten in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, auch wenn Bayern insgesamt Spitzenreiter mit großem Abstand bleibt. „In einigen Bundesländern wie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen besteht aber noch Nachholbedarf, da müsste mehr von den Sendern, vor allem von den privaten, geleistet werden“, so DRD-Geschäftsführer Willi Schreiner.

Lesetipp: InfoDigital September-Ausgabe: wann kommt DAB+ nach NRW?

Medienland Nordrhein-Westfalen. Unendliche Geschichten. Größtes deutsches Bundesland mit Sitz ganz großer Player im Verlagswesen und im Fernsehen, aber Entwicklungsland im Hörfunk. Als einziges deutsches Bundesland verzichtet NRW auf private Landessender via DAB+, zum „Schutz der NRW-Lokalradios“, wie es heißt. Am 25. September will die Landesmedienanstalt einen Ausblick geben, wie es weitergeht. Doch schon im Vorfeld regt sich Widerstand gegen anhaltende Verzögerungstaktiken aus Düsseldorf. Lesen Sie dazu unseren Beitrag in der neuen InfoDigital 09/2018 (Nr. 366), die seit Freitag, 31. August im Zeitschriftenhandel oder als E-Paper für iPad sowie als Digital-Ausgabe (PDF-Datei) erhältlich ist.

DAB+ setzt bei Neuzulassungen durch

Positiv auch die Entwicklung bei den Radios im Auto, hier gibt es ein Plus von 700.000 Empfängern gegenüber dem Vorjahr, über 4,4 Mio. Autos sind mit jetzt DAB+ Radios ausgestattet. Gut jedes zehnte Autoradio empfängt mittlerweile auch DAB+ und gerade bei den Neuzulassungen zeichnet sich ein positiver Trend ab, wie auch bei der letzten Sitzung des Digitalradio-Boards bekannt wurde. Bereits zu Beginn des Jahres gab es die Info, dass 40 Prozent der Neufahrzeuge mit einem DAB+ Autoradio ausgestattet sind, Tendenz steigend.

DAB+ als digital-terrestrischer Übertragungsweg gesetzt

Der Digitalisierungsbericht bestätigt die Entwicklung der letzten Jahre: UKW noch auf hohem Niveau, wenn auch immer mehr rückläufig, Multinormgeräte (DAB+, UKW und IP) nehmen zu, Radio-Empfang über Kabel und/oder Satellit nimmt deutlich ab, wobei Kabelradio am stärksten verliert. Damit ist klar, dass sich DAB+ als moderner, digitaler, terrestrischer Empfangsweg durchgesetzt hat, auch die Programmangebote über DAB+ nehmen enorm zu. „DAB+ hat sich europaweit als kostengünstiger terrestrischer Verbreitungsweg etabliert, es gibt keinen Weg zurück“, so Willi Schreiner abschließend.


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