- © Foto: ESA – Pierre Carril -
DAUN, 01.07.2020 - 14:31 Uhr
Technik - Satellit

Deutsche Raumfahrtindustrie erhält Aufträge über 800 Millionen Euro

Copernicus - Start frei für sechs neue Missionen

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat am 1. Juli 2020 Entwicklungsaufträge für Entwicklung und Bau von sechs weiteren Copernicus-Satelliten vergeben. Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitteilt, handelt es sich bei einem Auftragsvolumen von rund 800 Millionen Euro, welches an Raumfahrtunternehmen in Deutschland gehe. Ein hoher Prozentsatz davon gehe an kleine und mittelständische Unternehmen, hieß es.

Die neuen Erdbeobachtungssatelliten sollen dazu beitragen, Antworten auf die globalen Herausforderungen durch Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Umweltprobleme zu finden.

Schwerpunkte: Raumfahrt, Erdbeobachtung, Klimawandel, Industriepolitik, Big Data

Sie sind das Herzstück von Copernicus, des größten europäischen Erdbeobachtungsprogramms: Die Sentinel-Satelliten liefern bereits heute zuverlässig und kontinuierlich riesige Datenmengen über den Zustand von Klima, Vegetation und Ozeanen. Nun kommen sechs weitere „Erdwächter“, die so genannten High-Priority Candidate Missions (HPCM), hinzu.

„Auf der Ministerratskonferenz Space 19+ in Sevilla im November 2019 hat Deutschland die Weichen für ein starkes Engagement in der europäischen Raumfahrt gestellt“, erklärt Dr. Walther Pelzer, Vorstand für das Raumfahrtmanagement im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und zuständig für das deutsche ESA-Engagement. „Nun werden deutsche Raumfahrtakteure maßgeblich am Ausbau der weltweit leistungsstärksten Weltrauminfrastruktur zur Bereitstellung globaler Umweltinformationen beteiligt sein.“ Denn am 1. Juli 2020 hat die Europäische Weltraumorganisation ESA Entwicklungsaufträge über 2,5 Milliarden Euro für die Entwicklung und den Bau der HPCM-Satelliten vergeben, rund 800 Millionen Euro - das sind etwa 30 Prozent - gehen an Raumfahrtunternehmen in Deutschland.

Investitionen in die ESA-Programme stützen die nationale Raumfahrtbranche

Im Rahmen der ESA-Ministerratskonferenz im November 2019 hatte Deutschland rund 3,3 Milliarden Euro für zukünftige Raumfahrtprogramme gezeichnet und wurde mit fast 23 Prozent stärkster Beitragszahler der ESA. Allein die Investitionen im Bereich Erdbeobachtung waren auf 720 Millionen Euro erhöht worden. „Diese Investitionen fließen nun in Form von Aufträgen nach Deutschland zurück“, so DLR-Vorstand Walther Pelzer. „Besonders erfreulich ist dabei nicht nur die Stärkung der Raumfahrtindustrie insgesamt, sondern vor allem das mit rund 24 Prozent sehr hohe Auftragsvolumen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die das Rückgrat der Raumfahrtbranche in Deutschland bilden.“


Diesen Artikel:
  • print Drucken
  • Bookmark Bookmarken

QR-Code mit dem Handy Scannen und diese(n) Seite / Artikel online Lesen:

 

Google QR Code Generator

QR Code for https://www.infosat.de/technik/deutsche-raumfahrtindustrie-erh-lt-auftr-ge-ber-800-millionen-euro
Oops... Sie benutzen eine zu alte Browserversion. Um die Seite Korrekt darzustellen benutzen sie bitte mindestens den Internet Explorer 8.
navigateup

Für die Ansicht der mobilen INFOSAT Webseite drehen Sie bitte ihr Handy.