Visualisierung des DLR-Forschungsobservatoriums Visualisierung des DLR-Forschungsobservatoriums - © Foto: DLR (CC-BY 3.0) -
DAUN, 20.05.2020 - 12:21 Uhr
Technik - Satellit

DLR baut Observatorium zur Forschung von Zusammenstößen mit Weltraumschrott

Bau in Empfingen, im Nordschwarzwald

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) kündigte den Bau eines neuen Forschungsobservatoriums in Empfingen/Nordschwarzwald an. Mit dem Bau geht das DLR einen weiteren Schritt, um die Flugbahn und Beschaffenheit von Objekten in erdnahen Umlaufbahnen möglichst schnell, präzise und zuverlässig zu bestimmen. Dies sei grundlegend für die Zukunft der Raumfahrt um Zusammenstöße, zum Beispiel von Weltraumschrott mit Satelliten zu vermeiden, hieß es.

Die Bauarbeiten starten Ende Mai 2020 auf dem Innovationscampus Empfingen in Baden-Württemberg. Die Einweihung ist im Frühjahr 2021 geplant. Das Forschungsteleskop wird das größte seiner Art in Europa sein.

Gefahr für die Raumfahrt: Im niedrigen Erdorbit wird es voll

Im Fokus der Beobachtungen und Messungen der DLR-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler stehen vor allem Objekte, die zwischen 400 und 2000 Kilometer von der Erde entfernt sind. In dieser niedrigen Umlaufbahn (Low Earth Orbit, kurz LEO) umkreisen immer mehr Satelliten die Erde – und damit langfristig auch Weltraumschrott. Er kann zur Gefahr für die bemannte wie unbemannte Raumfahrt werden. Schätzungen gehen davon aus, dass im niedrigen Erdorbit bis Ende der 2020er Jahre rund 70.000 Satelliten und mehr unterwegs sein könnten. Vor allem sogenannte Mega-Konstellationen, die aus tausenden Satelliten bestehen, werden erheblich zu dieser Entwicklung beitragen.

 


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