- © Foto: DLR -
DAUN, 12.02.2020 - 14:20 Uhr
Technik

DLR Göttingen testet Bartolomeo-Plattform für ISS

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat in Göttingen eine neuartige Nutzlastplattform von Airbus für die Internationale Raumstation ISS vor ihrem Start getestet. Die Forscher untersuchten das Schwingungsverhalten des Bauteiles, um potentiell gefährliche Vibrationen beim Start ins All auszuschließen.

Die Bartolomeo genannte Plattform wird gerade bei der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA auf den Start vorbereitet. Sie soll im März von Cape Canaveral aus mit einer Falcon-Rakete von SpaceX ins All starten. Dort wird sie an der Außenseite des europäischen Columbus-Labormoduls der ISS angebracht.

Die 1,60 Meter hohe und 1,90 Meter lange Nutzlastplattform wurde in Göttingen intensiven Schwingungstests unterzogen. Dafür wurde sie auf ein von der Umgebung entkoppeltes Fundament auf vier Luftpolstern gestellt, sodass keine störenden Schwingungen beispielsweise vorbeifahrender Lkw auftreten. Sogenannte elektrodynamische Shaker (Rüttler) versetzten dann Bartolomeo in Schwingung. 120 Sensoren registrierten die dabei auftretenden Beschleunigungen und ermöglichten eine Analyse des Schwingungsverhaltens der Plattform. Innerhalb einer Stunde standen erste Auswertungen zur Verfügung. „Wir nutzen diese Methode seit langem für die Untersuchung von Flugzeugen“, sagte Julian Sinske vom DLR-Institut für Aeroelastik. Für Kiyoumars Abdoly von Airbus sind die Testergebnisse sehr wichtig: „Wir müssen nachweisen, dass keine negativen Einflüsse auf die Trägerrakete und die Raumstation auftreten.“ Die Entscheidung über die Unbedenklichkeit von Bartolomeo trifft Hung Hun Nguyen von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA, der im DLR Göttingen die Tests begleitete.


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