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DAUN, 03.06.2019 - 16:18 Uhr
Technik - DVB-T

DVB-T in der Schweiz abgeschaltet

Das empfiehlt die SRG als Alternative

Die öffentlich-rechtliche Schweizer Rundfunkanstalt SRG hat die digitale terrestrische TV-Verbreitung (DVB-T), wie im Herbst 2018 angekündigt, am 3. Juni 2019 eingestellt. Einen Umstieg auf DVB-T2 wie in Deutschland wird es nicht geben.

Laut Angaben der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft nutzten nur noch knapp 2 Prozent der Haushalte in der Schweiz DVB-T. Gemäß der neuen Konzession (Stand 1. Januar 2019) enden das Recht und die Pflicht der SRG spätestens Ende 2019, ihre Fernsehprogramme über DVB-T zu verbreiten (Art. 42).

Neben der neuen Konzession seien die geringe Nutzung des Netzes und Sparmaßnahmen weitere Gründe für die Abschaltung von DVB-T, hieß es. Als Konsequenz des reduzierten Gebührenanteils ab 2019 könne die SRG das Antennenfernsehen nicht länger finanzieren.

Das empfiehlt die SRG als Alternative.

Die SRG empfiehlt den Wechsel zum Satelliten-Direktempfang als Alternative. Die Empfangsqualität ist deutlich besser als bei DVB-T, da die Programme in HD-Qualität zur Verfügung stehen. Wie bei DVB-T braucht es dafür kein Abonnement.

Die TV- und Radiosender der SRG werden über Satellit Hot Bird 13° Ost in HD-Qualität verbreitet. Für den Empfang der aus urheberrechtlichen Gründen verschlüsselten Inlandsfernsehprogramme wird eine Smartcard benötigt, die Schweizer im In- und Ausland erhalten können.

Von der Umstellung nicht betroffen, seien auch Zuschauer, die die SRG-Fernsehprogramme über einen Kabel- oder Telefonanschluss in der Schweiz empfangen. Sie empfangen Ihr Fernsehprogramm weiterhin über den gewohnten Empfangsweg, wies die SRG darauf hin.

Auf einer Infoseite unter www.dvbt-switch.ch sowie unter der technischen Helpline 0848 88 55 33 gibt es weitere Informationen.

Auch Auswirkungen auf Unitymedia-Kunden im deutschen Grenzgebiet

Durch die Einstellung zufolge könne der Kabelnetzbetreiber künftig  nicht mehr die Schweizer Sender SF1 und SF2 für seine Kunden im Grenzgebiet einspeisen, hieß es. Das Unternehmen empfängt derzeit das DVB-T Signal der SRG über seine grenznahen Hubs in Freiburg, Lörrach, Offenburg, Ravensburg, Singen und Villingen und speise die Sender SF1 und SF 2 in die von diesen Hubs versorgten Teile seines Kabelnetzes ein, erklärte der Kabelnetzbetreiber. Die Grundlage hierfür bilde der so genannte „Overspill“ – ein Begriff aus Zeiten, in denen ausländische TV-Signale per Antenne über die Grenze hinaus empfangbar waren. Unitymedia nutzt die Möglichkeit, seinen Kunden im grenznahen Overspill-Gebiet die Sender SF1 und SF2 – mit Ausnahme lizenzrechtlich besonders geschützter Programminhalte (z.B. Sportereignisse) – bereit zu stellen.

InfoDigital Lesetipp:

Unitymedia muss Schweizer Fernsehen im Grenzgebiet aus Kabelnetz streichen

Unitymedia muss Schweizer Fernsehen im Grenzgebiet aus Kabelnetz streichen Mit der Abschaltung von DVB-T in der Schweiz am 3. Juni 2019 kann Unitymedia das Antennensignal nicht länger empfangen und ins Kabelnetz einspeisen. Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft nennt auf ihrer Webseite u.a. wirtschaftliche Gründe für die Einstellung der DVB-T Verbreitung. Ob Unitymedia den über Satellit Eutelsat 13° Ost frei empfangbaren Sender SRF Info HD stattdessen im Kabelnetz einspeist, erfahren Sie in der neuen InfoDigital Juni Ausgabe. Das Heft ist seit Freitag, 31. Mai im Handel oder als E-Paper für iPad sowie direkt zum Download als Digital-Ausgabe (PDF-Datei) erhältlich.


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