DAUN, 16.11.2020 - 09:09 Uhr
Technik - Satellit

Erdbeobachtungsprogramm Copernicus erweitert Satelliten-Familie

(dpa) - Wichtiger Schritt für das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus: Die Europäische Weltraumorganisation Esa kündigte am Freitag Verträge mit der Industrie für drei neue Satellitentypen an. Hauptauftragnehmer der jeweils millionenschweren Aufträge sind die Raumfahrtkonzerne Airbus Defence and Space und Thales Alenia Space.

„Es handelt sich um die nächste Phase der Copernicus-Missionen - die neuen Satelliten stellen die nächste Generation dar“, sagte der Leiter des Erdbeobachtungs-Programms der Europäischen Weltraumorganisation Esa, Josef Aschbacher, der Deutschen Presse-Agentur. Der Name dafür sei Copernicus 2.0.

Die Mission CHIME wird vorwiegend für Vegetation und Bodenschätze verwendet. CIMR ist eine Mission, die sich in erster Linie auf die Beobachtung von Eis konzentriert, aber auch Wassertemperatur misst.

„Dabei kommt neue Technologie zum Einsatz, wie zum Beispiel eine riesige rotierende Antenne“, so Aschbacher. Diese Antenne sei technologisch sehr herausfordernd. Sie wird unter anderem in Deutschland hergestellt. Die Mission LSTM, für die Airbus Defense and Space Hauptauftragnehmer ist, hat sich auf Temperaturbeobachtung auf der Erdoberfläche spezialisiert.

Die Starts für die drei neuen Satelliten sind für etwa 2028 vorgesehen. „Die Entwicklung dauert natürlich einige Jahre, da es sich um einzigartige und sehr komplexe Technologie handelt“, so der Experte. Für zwei der insgesamt sechs Missionen sind ebenfalls bereits Verträge unterzeichnet worden, der Vertrag für den Satelliten Rose-L soll noch in diesem Jahr unterschrieben werden - damit wäre die neue Satelliten-Familie vollständig.

Das europäische Copernicus-Programm sammelt umfassende Daten über Entwicklungen auf der Erde. Die Informationen sollen Politikern bei Entscheidungen über Strukturmaßnahmen genauso verlässlich und dauerhaft zur Verfügung stehen wie Unternehmern, der Landwirtschaft oder Wissenschaftlern. Das Programm wird von der Europäischen Union kofinanziert. Dort wird gerade noch über das endgültige Budget verhandelt.


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