- © Foto: ESA/NASA/SpaceX -
DAUN, 21.11.2020 - 20:03 Uhr
Technik - Satellit

Erdbeobachtungssatellit „Sentinel 6“ ins All gestartet

(dpa) - Der Satellit „Sentinel 6 Michael Freilich“, der die Ozeane der Erde beobachten und kartieren soll, ist erfolgreich ins All gestartet. Er hob am Samstagmorgen, 21. November (Ortszeit) an Bord einer Falcon 9 Rakete des US-Rakenstartdienstleisters SpaceX von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien ab. Die US-Raumfahrtbehörde NASA und die Europäische Weltraumagentur ESA übertrug den Start live auf ihrer Webseite.

Der Satellit soll die Veränderungen der Meeresspiegel als schwerwiegende Folge des Klimawandels akkurat vermessen. Die Mission ist eine Kooperation der NASA, der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der meteorologischen Satellitenagentur Europas, Eumetsat, und der US-Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA. Im Rahmen des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus soll der Satellit von einem Kontrollzentrum bei Eumetsat von Darmstadt aus gesteuert werden.

Bereits drei Tage nach dem Start will Eumetsat damit beginnen, die ersten Daten zu verarbeiten. Die Wissenschaftler rechnen mit Messungen „von bisher unerreichter Genauigkeit“, sagte Eumetsat-Generaldirektor Alain Ratier in einer Mitteilung. „Dadurch wird eine exaktere Vorhersage von Extremwetterereignissen und bestimmten klimatischen Bedingungen ermöglicht, die stark von den Meeren beeinflusst werden, wie Hitzewellen, tropische Wirbelstürme und ungewöhnlich warme oder kalte Sommer und Winter.“

Der Satellit scannt den Angaben zufolge innerhalb von zehn Tagen 95 Prozent der globalen Meeresoberfläche - aus einer Höhe von mehr als 1300 Kilometern mit einer Genauigkeit unter einem Millimeter.

Der Start war ursprünglich früher geplant gewesen, dann aber wegen einer Überprüfung der Motoren der Trägerrakete verschoben worden.

„Sentinel 6“ ist der erste von zwei identischen Satelliten, die ins All geschossen werden. Er ist nach dem kürzlich verstorbenen Michael H. Freilich, ehemaliger Direktor der NASA-Erdbeobachtungsabteilung, benannt.

 


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