DAUN, 23.04.2021 - 15:57 Uhr
Technik

ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher besorgt über drohenden Austritt der Russen

Drei Männer und eine Frau sind am 23. April mit einem „Crew Dragon“ des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Im Rahmen der dreistündigen Live-Berichterstattung zum Start des ersten europäischen Astronauten, des französischen ESA-Astronauten Thomas Pesquet, mit einer SpaceX-Rakete in Cape Canaveral, hat sich der ESA-Chef zur Zukunft der internationalen Zusammenarbeit geäußert.

Mat­thi­as Mau­rer und Tho­mas Pes­quet; Bildrechte: Novespace

Der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Josef Aschbacher, zeigt sich im phoenix-Interview besorgt über den drohenden Austritt Russlands aus der Internationalen Raumstation (ISS). Auch wenn ein technischer Grund, die fortlaufenden Reparaturen an der Weltraumstation, dafür verantwortlich sei, dürfte „die Ankündigung der Russen, sich eventuell weiterhin nicht mehr an der ISS zu beteiligen, in erster Linie politisch motiviert“ sein, so der österreichische Weltraumforscher. Dabei hebt er den friedensfördernden Charakter der internationalen Zusammenarbeit in der Raumfahrt hervor. „Während des Kalten Krieges haben Amerika und Russland im Weltraum immer sehr gut zusammengearbeitet“, so der ESA-Generaldirektor. Er bezeichnet die gute Zusammenarbeit in der Weltraumforschung als Modell für gemeinsame internationale Wissenschaft trotz politischer Konflikte.

Es beunruhige ihn, wenn Russland nun aus dem ISS-Programm aussteigen wolle. Es war eine Ankündigung und man muss sehen, was dort passiere. Positiv bewertet Aschbacher vor diesem Hintergrund die mündliche Einladung des Leiters der Russischen Weltraumorganisation Roskosmos, Dmitri Rogosin, an die ESA, sich gemeinsam mit Russland und China an einer Mondstation zu beteiligen.


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