DAUN, 12.08.2015 - 14:08 Uhr
Technik

ESA lässt Ariane 6 Trägerrakete entwickeln – Erstflug für 2020 geplant

Vertrag umfasst Entwicklung und Industrialisierung für die Trägerrakete Ariane 6 bis zur vollen Einsatzfähigkeit im Jahr 2023

Die Europäische Weltraumorganisation ESA und Airbus Safran Launchers haben am 12. August einen Vertrag mit einem Volumen von 2,4 Milliarden Euro über die Entwicklung der zwei Versionen der Trägerrakete Ariane 6 – Ariane 62 und Ariane 64 – unterzeichnet. Der Vertrag beinhaltet eine verbindliche Zusage in Höhe von etwa 680 Millionen Euro zur Durchführung der ersten Entwicklungsarbeiten (Phasen A und B) bis zu der für Mitte 2016 geplanten vorläufigen Entwurfsprüfung (Preliminary Design Review).

Insgesamt belaufen sich die Entwicklungskosten auf rund 3 Milliarden Euro, einschließlich der Booster, die von Ariane und Vega gemeinsam genutzt werden sollen, und einem industriellen Investment in Höhe von 400 Millionen Euro.

„Der Vertrag, der nur wenige Monate nach der historischen Entscheidung der Vertreter der ESA-Mitgliedstaaten anlässlich der Ministerratskonferenz in Luxemburg am 2. Dezember 2014 unterzeichnet wurde, ermöglicht die Entwicklung der europäischen Trägerrakete der neuen Generation. Die Industrie übernimmt dabei die Verantwortung für die Konstruktion und die Vermarktung“, erklärte Alain Charmeau, CEO von Airbus Safran Launchers. „Unser Engagement und das unserer europäischen Partnerunternehmen verdeutlicht, dass wir entschlossen sind, unseren institutionellen und kommerziellen Kunden eine nach wie vor zuverlässige und gleichzeitig konkurrenzfähigere Trägerrakete zu liefern, die dem sich ständig verändernden Raumfahrtgeschäft anpasst ist. Ich möchte mich nochmals bei der ESA und den nationalen Raumfahrtagenturen bedanken, insbesondere bei der CNES, dem DLR und der ASI für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen.“

Die Teams von Airbus Safran Launchers werden nun die Konstruktion der beiden Varianten der Trägerrakete Ariane 6 und deren Industrialisierung im Rahmen der neuen in Europa zur Effizienzsteigerung eingerichteten industriellen Organisation abschließen.

Airbus Safran Launchers wurde von der Airbus Group und Safran mit dem gemeinsamen Ziel gegründet, die europäische Raumfahrtindustrie an die Spitze zu führen.

Airbus Safran Launchers wird zu gleichen Teilen von der Airbus Group und Safran gehalten und vereint die Kompetenzen von Airbus Defence and Space Deutschland und Frankreich bei Trägerraketen mit denen von Safran bei Flüssig- und Feststoffantrieben.

www.airbusafran-launchers.com


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