DAUN, 07.01.2020 - 14:06 Uhr
Technik

Esa-Mission „Euclid“ startet an Bord von Ariane 6 oder Sojus-Rakete

(dpa) - Das Weltraumteleskop „Euclid“ könnte an Bord der künftigen europäischen Trägerrakete Ariane 6 ins All starten. Der Raketenbetreiber Arianespace und die Europäische Weltraumorganisation Esa gaben am Dienstag die Unterzeichnung eines entsprechenden Startvertrags bekannt. „Euclid“ soll Mitte 2022 vom Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana abheben und ist kompatibel mit der Ariane 6 und der Sojus-Rakete. Die Weltraummission soll an Bord einer der beiden Raketen starten.

Das Hightech-Gerät „Euclid“ soll Informationen zur Entstehungsgeschichte des Weltraums sammeln. Dazu wird es hochauflösende Aufnahmen in der Tiefe des Weltraums machen. „Wir freuen uns sehr, dass „Euclid“ ein Ticket für die Fahrt auf einer von Arianespace betriebenen Trägerrakete hat“, erklärte Esa-Wissenschaftsdirektor Günther Hasinger. Zuletzt war die „Cheops“-Mission der Esa zur Erkundung von fernen Planeten an Bord einer Sojus-Rakete ins All gestartet.

Die Ariane 6 soll die derzeit eingesetzte Vorgängerrakete Ariane 5 ablösen. Der Erstflug der Ariane 6 ist für Ende 2020 von Kourou aus geplant. Die Rakete soll Satelliten für kommerzielle und öffentliche Auftraggeber ins All befördern. Die Oberstufe der Ariane 6 wird in Bremen gefertigt. Die Ariane 6 gibt es in den Versionen 62 und 64 - angetrieben mit zwei oder vier Boostern. Die „Euclid“-Mission ist kompatibel mit der Ariane 62.


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