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DAUN, 23.12.2020 - 13:51 Uhr
Technik - Satellit

EU-Kommission gibt Studie zum Aufbau eines satellitengestützten Kommunikationssystems in Auftrag

Bereitstellung globaler Netzabdeckung für ländliche Gebiete und Funklöcher

Die Europäische Kommission hat ein Konsortium aus europäischen Satellitenherstellern, -betreibern und -dienstleistern, Telekommunikationsnetzbetreibern und Anbietern von Startdienstleistungen ausgewählt, um das Design, die Entwicklung und den Start eines europäischen weltraumgestützten Kommunikationssystems zu untersuchen.

Bereitstellung globaler Netzabdeckung für ländliche Gebiete und Funklöcher

Die Studie wird die Umsetzbarkeit einer neuen Initiative bewerten, die darauf abzielt, die digitale Souveränität Europas zu stärken und sichere Konnektivität für Bürger, kommerzielle Unternehmen und öffentliche Einrichtungen zu bieten und darüber hinaus eine globale Netzabdeckung für ländliche Gebiete und Funklöcher bereitstellt.

Als Ergänzung zu Copernicus und Galileo soll dieses neue EU-Flaggschiff-Programm, sobald es grünes Licht erhält, die Synergien des technologischen Potenzials der Digital- und der Raumfahrtindustrie voll ausschöpfen. Der Auftragswert der einjährigen Machbarkeitsstudie beläuft sich auf 7,1 Millionen Euro.

Das von EU-Kommissar Breton befürwortete europäische weltraumgestützte System soll sichere Kommunikationsdienste für die Mitgliedstaaten der EU und Breitbandkonnektivität für europäische Bürger, Unternehmen und Mobilitätssektoren bereitstellen. Dadurch soll die digitale Souveränität der EU gestärkt werden. Das System soll auf dem GOVSATCOM-Programm der Europäischen Union zur Bündelung und gemeinsamen Nutzung von Satellitendiensten aufbauen und ein hohes Maß an Zuverlässigkeit, Ausfallsicherheit und Sicherheit gewährleisten, wie es derzeit auf dem Markt noch nicht verfügbar ist. Zudem soll das Potenzial der EuroQCI-Initiative gehoben werden, die innovative Quantenkryptografie-Technologie fördert.

Die von der Europäischen Kommission beauftragte Studienphase wird die Nutzer- und Missionsanforderungen konsolidieren und einen vorläufigen Architekturentwurf und ein Konzept für die Bereitstellung von Diensten liefern. Zudem wird auch eine Schätzung des damit verbundenen Budgets vorgenommen und die Möglichkeit einer öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP) in Betracht gezogen und bewertet.

Konkret wird im Rahmen der Studie untersucht, wie das weltraumgestützte System aktuelle und künftige kritische Infrastrukturen, einschließlich terrestrischer Netze, verbessern und an diese anschließen könnte. Dadurch könnte die Fähigkeit der EU, auf die Cloud zuzugreifen und digitale Dienste auf unabhängige und sichere Weise bereitzustellen, gestärkt werden, was für Schaffung von Vertrauen in die digitale Wirtschaft und die Gewährleistung der strategischen Autonomie und Widerstandsfähigkeit Europas von wesentlicher Bedeutung ist.

Satelliten im 5G-Ökosystem stärken

Das in der Studie untersuchte System wird die Rolle von Satelliten im 5G-Ökosystem stärken, die Interoperabilität bewerten und dabei auch die Entwicklung hin zu den kommenden 6G-Technologien berücksichtigen.

Die europäische souveräne Infrastruktur wird einer Vielzahl von Sektoren zugutekommen, darunter der Straßen- und Seeverkehr, der Luftverkehr und die Flugsicherung, die Entwicklung autonomer Fahrzeuge sowie viele Anwendungen des Internets der Dinge (IoT). Sie soll eine verbesserte Sicherheit bei der Übertragung und Speicherung von Informationen und Daten bieten und die Bedürfnisse verschiedener Nutzer wie Regierungsbehörden, Finanz- und Bankunternehmen, Wissenschaftsnetzwerke, kritische Infrastrukturen und Rechenzentren unterstützen.

Die Mitglieder des Konsortiums sind: Airbus, Arianespace, Eutelsat, Hispasat, OHB, Orange, SES, Telespazio und Thales Alenia Space.


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