DAUN, 12.10.2015 - 14:09 Uhr
Technik - Internet

Eusanet und Eutelsat realisieren satellitenbasierte Breitbandlösung via WLAN für Kommunen

Kombination von Breitband via Satellit mit WLAN-Ortsnetzen treibt Breitbandausbau auf dem Land voran

Der Anbieter satellitengestützter Breitbanddienste EUSANET, bringt zusammen mit dem Breitbanddienste und Eutelsat Broadband eine satellitenbasierte Breitbandversorgung für Gemeinden mit keinen oder unzureichenden Breitbandzugängen auf den Markt, kündigte EUSANET und die Breitbandtochter des Satellitenbetreibers Eutelsat am 12. Oktober an. Die beiden Technologietreiber nutzen hierzu die Kombination satellitengestützte Breitbanddienste mit WLAN-Funknetzen, die hunderten Haushalten Geschwindigkeiten von bis 100 Mbit/s je Zugang ermöglichen können.

Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s je Zugang möglich

Mit dieser neuen Lösung lässt sich schnelles Internet ohne massive Baumaßnahmen sehr rasch und einfach in DSL-unversorgte Regionen bringen. Das dahinter stehende technische Konzept setzt auch hinsichtlich der erreichbaren Geschwindigkeiten neue Maßstäbe. So werden jetzt sogar in Ortschaften mit mehreren hundert Haushalten Geschwindigkeiten von bis 100 Mbit/s je Zugang möglich. Im Rahmen des technisch neuen Konzepts lassen sich leistungsfähige Breitbanddienste jetzt noch schneller ohne aufwändige Baumaßnahmen in Regionen realisieren, die über keine oder nur ungenügende Breitbandzugänge verfügen.

Erstes Versorgungsnetz in der Gemeinde Oberried / St. Wilhelm am Start

Zum Start der Kooperation entwickelten und realisierten die Partner jetzt ein erstes Versorgungsnetz in der Gemeinde Oberried / St. Wilhelm im Hochschwarzwald. Es wurde Ende September 2015 in Betrieb genommen und verbindet schnelle Breitbanddienste des Eutelsat High Throughput-Satelliten KA-SAT mit einem Hochgeschwindigkeitsfunknetz aus Basis neuester WLAN-Technologie. Dies gestattet die Versorgung der Gemeinde mit schnellen Internetanschlüssen von bis zu 30 Mbit/s im Downlink und bis zu 5 Mbit/s im Uplink. Hinzu kommen Voice-over-IP-Dienste mit Festnetz-Flatrates. Zur Versorgung der Teilnehmer mit digitalem Satellitenfernsehen laufen erste erfolgreiche Tests. Kunden benötigen lediglich einen Router und eine vom Anbieter kostenlos bereitgestellte 12 Zentimeter kleine Außenantenne, um die Breitbanddienste der EUSANET nutzen zu können. Das Netz hat eine Versorgungskapazität von mehreren Hundert Teilnehmern. 

Kern der Ortsnetzfunklösung sind sende- und empfangsfähige Satellitenschüsseln. Sie stellen die Verbindung zum High Troughput Satelliten KA-SAT her, über den die breitbandige Verbindung ins World Wide Web erfolgt. Im Ort selbst vervollständigen ein Server, ein Router, Sat-Modems sowie neueste WLAN-Funkeinheiten die Systemlösung zur Breitbandversorgung der Gemeinde. Drei Funkzellen mit 120° Strahlungscharakteristik mit mehreren Kilometern Reichweite versorgen auf freien und öffentlichen Frequenzen die Nutzer der Breitbanddienste. Weitere Funkzellen zur Versorgung von Kunden außerhalb des Ortsteils St. Wilhelm (Hinterland) befinden sich bereits im Bau.

„Die WLAN-Ortsnetzlösung ist aufgrund unseres technischen Know-hows sowie der vorhandenen Breitbandkapazitäten auf KA-SAT rasch installiert und betriebsbereit. So vergingen vom Baubeginn bis zur Aufschaltung erster Kunden lediglich drei Tage. Ich kenne keine Breitbandversorgungslösung für Gemeinden, die nur annähernd so schnell hochleistungsfähige Breitbanddienste bereitstellt“, verdeutlichte Stephan Schott, Geschäftsführer der EUSANET GmbH, die Vorzüge des Systems. Neben der raschen Installation überzeugt das WLAN-Ortsnetz durch geringes Investitionsvolumen. Daher kann es ohne langwierig zu beantragende, staatliche Zuschüsse rasch in Eigenregie der Gemeinden aufgesetzt werden. Aufgrund der Breitbandversorgung via Funk sind zudem keine aufwändigen Baumaßnahmen notwendig, z.B. zur Leitungsverlegung. So ist auch kein Anschluss an das Ortsnetz notwendig, was wiederum zu Baumaßnahmen und Abstimmungsaufwand mit dem Netzbetreiber führen würde.

Kombination von Breitband via Satellit mit WLAN-Ortsnetzen treibt Breitbandausbau auf dem Land voran

„Die Kombination von Breitband via Satellit mit WLAN-Ortsnetzen treibt den Breitbandausbau auf dem Land voran. Die Reaktionen auf das erste gemeinsame Projekt von EUSANET und Eutelsat Broadband bestätigen eindrucksvoll unsere Strategie. Wir verzeichnen eine extrem hohe Nachfrage, uns liegen kurz nach Inbetriebnahme des Netzes bereits zahlreiche Anmeldungen vor. Unsere Erwartungen zum Vermarktungsstart wurden mehr als übertroffen“, ergänzte Stephan Schott, der bereits mit neuen Gemeinden positive Gespräche für den Aufbau weiterer satellitengestützter WLAN-Ortsnetze führt.

„Dank der signifikanten Kapazitäten des Hochgeschwindigkeitssatelliten KA-SAT bieten wir nicht nur satellitengestützte Breitbanddienste für Unternehmen oder TV-Sender an, sondern versorgen auch Haushalte bis hin zu ganzen Ortsgemeinden mit schnellen Internetzugängen. Durch die flächendeckende Ausleuchtzone eignet sich der Satellit ideal zur Breitbandversorgung speziell jener Haushalte und Gemeinden, die abseits leitungsgebundener DSL-Dienste nach einer günstigen und rasch verfügbaren Breitbandversorgungslösung suchen“, erklärte Udo Neukirchen, Geschäftsführer Eutelsat Deutschland.

KA-SAT ist Europas erster High Throughput Satellit von Eutelsat, der eigens für effiziente Breitbanddienste entwickelt wurden. 82 Ka-Band-Spotbeams sind mit einem Netzwerk von zehn Bodenstationen verbunden, welche die Verbindung ins World Wide Web sicherstellen. Durch ein ausgeklügeltes System der Frequenzmehrfachnutzung steigt der Gesamtdatendurchsatz von KA-SAT auf über 90 Gbit/s. Hierüber können Breitbandzugänge für über eine Millionen Haushalte bereitgestellt werden.


Diesen Artikel:
  • print Drucken
  • Bookmark Bookmarken

QR-Code mit dem Handy Scannen und diese(n) Seite / Artikel online Lesen:

 

Google QR Code Generator

QR Code for https://www.infosat.de/technik/eusanet-und-eutelsat-realisieren-satellitenbasierte-breitbandl-sung-wlan-f-r-kommunen
Oops... Sie benutzen eine zu alte Browserversion. Um die Seite Korrekt darzustellen benutzen sie bitte mindestens den Internet Explorer 8.
navigateup

Für die Ansicht der mobilen INFOSAT Webseite drehen Sie bitte ihr Handy.