- © Foto: Airbus/Max Alexander -
DAUN, 27.08.2019 - 13:58 Uhr
Technik

ExoMars Rover tritt Reise nach Toulouse an

Start zum Roten Planeten im Juli 2020 geplant

Der ExoMars Rover der Europäischen Weltraumorganisation ESA verlässt Großbritannien und tritt seine Reise zum Airbus-Standort in Toulouse an. Dort finden die entscheidenden Tests vor der Auslieferung an Thales Alenia Space statt.

Der am Airbus-Standort Stevenage montierte ExoMars Rover „Rosalind Franklin“ ist Europas erster planetarischer Rover. Er soll auf dem Mars nach Spuren von vergangenem oder gegenwärtigem Leben suchen. Ausgestattet mit einem zwei Meter langen Bohrer, kann er unterhalb der Oberfläche Proben entnehmen, die dort vor starker Umgebungsstrahlung geschützt waren.

Der Rover führt neun Instrumente mit sich, mit deren Hilfe Forscher den Mars Schritt für Schritt erkunden sollen. Ausgehend von ersten Übersichtsuntersuchungen werden die Studien nach und nach in den Submillimeter-Bereich verfeinert bis hin zu molekularen Auswertungen organischen Materials. Der ExoMars Rover ist mit einem von Airbus entwickelten autonomen Navigationssystem ausgestattet. Dadurch kann er wesentlich schneller zwischen verschiedenen Forschungsstandpunkten manövrieren als per Fernsteuerung von der Erde aus.

Rosalind Franklin wird in Stevenage in einem speziellen Schutzcontainer für die Reise installiert und anschließend nach Toulouse gebracht, wo die abschließenden Vorbereitungstests stattfinden. Der Rover soll am 28. August den Airbus-Standort in Großbritannien verlassen. Der Start des Rovers zum Roten Planeten ist für Juli 2020 geplant.

ExoMars ist ein Programm der Europäischen Weltraumorganisation in Zusammenarbeit mit der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos unter Beteiligung der NASA.

Bei der Mission im Jahr 2020 trägt Thales Alenia Space in Italien die Hauptverantwortung für die Konstruktion, Entwicklung und Überprüfung des gesamten Systems. Dazu gehören auch die Entwicklung der Trägermodulnavigation, des Leit- und des EDL/GNC-Systems, das Rover-System, einschließlich der Analytical Laboratory Drawer (ALD), sowie die Bereitstellung grundlegender Bestandteile des Landemoduls (DM), inklusive des Radarhöhenmessers. Zur Entwicklung des Landemoduls (DM) Kasatschok unterhält Thales Alenia Space in Italien zusätzlich eine enge technische Partnerschaft mit Lawotschkin (RUS) unter europäischer Beteiligung. OHB ist für die Entwicklung des Trägermoduls (CM) und einiger ALD-Teilsysteme (SPDS-Mechanismen, Struktur und Kabelbäume) verantwortlich. Der Rover selbst wird von Airbus Defence and Space in Großbritannien bereitgestellt. Leonardo entwickelt den Bohrer des ExoMars, der bis zu zwei Meter in den Marsuntergrund vorstoßen kann, sowie die Steuereinheiten und Software für die Bohr- und ALD-Mechanismen. ALTEC – Aerospace Logistics Technology Engineering, ein Unternehmen von Thales Alenia Space in Italien (63,75 %) und der italienischen Raumfahrtagentur ASI (36,25 %) – ist zudem für die Konstruktion, Entwicklung und Wartung des ROCC (Rover Operation Control Center) sowie für die Steuerung des Rovers auf der Marsoberfläche verantwortlich.


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