- © Foto: DLR (CC-BY3.0) -
DAUN, 05.12.2017 - 10:43 Uhr
Technik - Satellit

Galileo-Navigations-Satelliten Nr. 19 bis 22 bereit zum Start

Die nächsten vier Galileo-Navigations-Satelliten sollen am 12. Dezember um 19.36 MEZ (15.36 Ortszeit) an Bord einer Ariane-5 von Europas Raumflughafen Kourou in Französisch-Guayana aus abheben. Der Raketendienstleister Arianespace hatte vor einigen Wochen bereits erste Vorbereitungen für den Start der Mission Flug VA240 abgeschlossen. Seit Anfang Dezember sind die vier Satelliten bereit für die Launcher-Integration.

Fotos: Arianespace.com Derzeit befinden sich insgesamt 18 Satelliten im Orbit. Erste Galileo-Dienste werden als Etappe auf dem Weg zur vollen Betriebsfähigkeit seit dem 15. Dezember 2016 angeboten (InfoDigital berichtete). Mit dem letzten Arianeflug in diesem Jahr erhöht sich die Zahl der Satelliten der Galileo-Konstellation auf insgesamt 22, wodurch die globale Verfügbarkeit der Navigationssignale ein gutes Stück vorangebracht wird. Die vollständige Konstellation, mit einer 99,8 prozentigen Abdeckung der gesamten Erdoberfläche, soll mit nochmals vier weiteren Galileo-Satelliten bis spätestens Mitte 2018 erreicht sein.

Raketenstart live verfolgen

ESA TV wird gemeinsam mit Arianespace Fernsehsendern einen Live-Videostream des Starts zur Verfügung stellen. Nähere Einzelheiten unter www.esa.int/esatv/Television. Einen Livestream des Starts gibt es außerdem unter http://arianespace.tv/.

Zudem kann der Start auf www.esa.int live über Web-Stream und eine Reihe aktueller Beiträge mitverfolgt werden.

Über das Galileo-System

Galileo ist Europas eigenes globales Satellitennavigationssystem. Es wird aus 30 Satelliten im Orbit und der dazugehörigen Bodeninfrastruktur bestehen und europa- und weltweit eine Palette an Ortungs-, Navigations- und Zeitgebungsdiensten anbieten.

Die Definitions- und die Entwicklungsphase sowie die Phase der orbitalen Validierung (IOV) des Galileo-Programms wurden von der ESA durchgeführt und von ihr und der Europäischen Kommission gemeinsam finanziert. Sie führten zu einer Mini-Konstellation von vier Satelliten und einem verkleinerten Bodensegment, um das Gesamtkonzept vor der weiteren Errichtung der Konstellation validieren zu können.

Die laufende Phase bis zum Erreichen der vollen Einsatzkapazität (FOC) wird unter der Leitung der Europäischen Kommission vollständig von der EU finanziert. Die Kommission und die ESA haben eine Übertragungsvereinbarung geschlossen, gemäß der die ESA im Auftrag der Kommission als die für den Entwurf und die Beschaffung verantwortliche Stelle handelt.

Viele Endgeräteseite bereit für europäische Navigationssystem

Smartphone-Hersteller wie Samsung, Apple und Huawei integrierten mittlerweile Galileo in den von ihnen eingesetzten Chipsets. Die aktuellen Top-Modelle der Apple iPhone 8- und iPhone X-Familie, das Samsung Galaxy Note 8  sowie das Huawei Mate 10 und Mate 10 Pro unterstützen Galileo bereits ab Werk. Auch der neue Broadcom Chip BCM47755 verarbeitet neben den Signalen der Satellitennavigationssysteme GPS, dem russischen Glonass, dem chinesischen Beidou und dem japanischen QZSS die das Europäische Galileo-System (InfoDigital berichtete).

Umfangreiche Infos über Galileo finden Sie hier


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