DAUN, 15.10.2018 - 14:44 Uhr
Technik

GfK-Studie zur regionalen Kaufkraft für Elektrohaushaltsgeräte

Landkreis Bitburg-Prüm bildet Schlusslicht in Deutschland

Die Kaufkraftpotenziale der Sortimente unterscheiden sich je nach Region erheblich, wie die neue GfK-Studie zur Sortimentskaufkraft zeigt. So liegt etwa die Kaufkraft für Elektrohaushaltsgeräte im rechnerischen pro-Kopf-Schnitt bei rund 174 Euro im Landkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm, im Stadtkreis München hingegen bei 282 Euro pro Einwohner und Jahr.

Im bundesweiten Durchschnitt haben die Deutschen im Jahr 2018 für Elektrohaushaltsgeräte rund 216 Euro pro Kopf zur Verfügung. Dies entspricht 3,7 Prozent der Einzelhandelskaufkraft von 5.825 Euro, die von GfK pro Kopf in Deutschland für die Bereiche Food und Nonfood berechnet wurde.

Die pro-Kopf-Kaufkraft misst das durchschnittliche, verfügbare Ausgabepotenzial am Wohnort der Konsumenten und bezieht sich dabei auf alle Einwohner einer Region. Eine Ausweisung pro Kopf erlaubt den direkten Vergleich zwischen den Kaufkraftpotenzialen je Sortiment und je Region.

Deutliche regionale Kaufkraftunterschiede

Betrachtet man das Potenzial für Elektrohaushaltsgeräte differenziert nach Region, zeigen sich erhebliche Unterschiede: Ein Potenzial von unter 180 Euro pro Kopf weisen etwa west- und norddeutsche Stadtkreise wie der Eifelkreis Bitburg-Prüm, Cloppenburg, Gelsenkirchen und Bremerhaven auf. Der Landkreis Bitburg-Prüm bildet dabei mit rund 174 Euro pro Kopf das Schlusslicht in Deutschland. Dort liegen die pro-Kopf-Ausgaben rund 19 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Landkreise wie Main-Taunus-Kreis, München, Hochtaunuskreis und Starnberg sowie der Stadtkreis München haben hingegen eine weit überdurchschnittliche pro-Kopf-Kaufkraft für Elektrohaushaltsgeräte, die zwischen 264 und 282 Euro liegt. Deutscher Spitzenreiter ist der Stadtkreis München mit 282 Euro pro Kopf, was rund 30 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt liegt.

Genau im Bundesdurchschnitt liegen die Bewohner der Stadtkreise Heidelberg und Schwerin sowie der Landkreise Südliche Weinstraße, Würzburg, Ostalbkreis, Oder-Spree und Ostallgäu.

Regionale Gesamtpotenziale

Für Hersteller und Händler von Produkten aus den Bereichen Elektrohaushaltsgeräte ist jedoch nicht nur das pro-Kopf-Potenzial wichtig, sondern auch das regionale Gesamtpotenzial, also die Gesamtkaufkraft für Elektrohaushaltsgeräte. Hier liegen naturgemäß die einwohnerstärksten Kreise vorne.

Mit mehr als 3,5 Mio. Einwohnern ist es nicht verwunderlich, dass der Stadtkreis Berlin die Liste der Kreise mit dem größten regionalen Gesamtpotenzial anführt. Betrachtet man den Kaufkraftindex der Berliner, so fällt auf, dass dieser mit 103,4 insgesamt 3,4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt. Die pro-Kopf-Kaufkraft für Elektrohaushaltsgeräte liegt damit bei 223 Euro.

Zur Studie

Die Studie „GfK Sortimentskaufkraft 2018“ basiert auf unterschiedlichen Erhebungen und Analysen des Einkaufsverhaltens von Verbrauchern im Einzelhandel. Darunter sind auch Daten der GfK-Verbraucherpanels, die anonymisiert die Ausgaben einer repräsentativen Stichprobe von rund 30.000 Haushalten in Deutschland erfassen. Auf Basis dieser Verbraucherinformationen kann der Bereich Geomarketing von GfK über soziodemografische Abgleiche und geostatistische Modellierungen eine regionale, sortimentsbezogene Kaufkraft für rund 60 Sortimente ausweisen. Darüber hinaus ist die Berechnung händlerspezifischer regionaler Absatzpotenziale für mehr als 200 Sortimentsgruppen möglich.

Die Daten liegen flächendeckend für alle administrativen und postalischen Gebietseinheiten vor – von den Bundesländern über Kreise und Gemeinden bis hin zu 5-stelligen Postleitzahlen und Straßenabschnitten. Für verschiedene europäische Länder sind ebenfalls Studien zur Sortimentskaufkraft verfügbar.

Die Kaufkraft wird als nominaler, das heißt nicht inflationsbereinigter, Prognosewert ausgewiesen. Sie bezieht sich auf den Wohnort, nicht auf den Einkaufsort. Die Daten stellen Durchschnittswerte für alle Einwohner einer Region dar. Rückschlüsse auf die Vermögenswerte von Einzelpersonen sind daher falsch.


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