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DAUN, 13.05.2022 - 15:10 Uhr
Technik - Internet

Glasfaserpakt für Hessen

Die hessische Landesregierung hat sich mit elf Telekommunikationsunternehmen sowie dem Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) und dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) auf gemeinsame Ziele und Maßnahmen geeinigt, um das Land bis 2030 flächendeckend mit echten Glasfaseranschlüssen zu versorgen.

Ziel der kooperativen Vereinbarung ist die nachhaltige digitale Entwicklung Hessens durch einen flächendeckenden Glasfaserausbau. Konkret wird eine flächendeckende Versorgung mit gigabitfähigen Internetanschlüssen bis 2025 angestrebt und ein echter Glasfaseranschluss (FTTH) für jeden der gut drei Millionen Privathaushalte im Land bis 2030.

Unterzeichner des Glasfaserpakts für Hessen sind neben dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, Prof. Dr. Kristina Sinemus, Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, und Initiator BREKO auch der VKU, sowie elf Telekommunikationsunternehmen, darunter die acht BREKO-Mitglieder 1&1 Versatel, DB broadband, Deutsche GigaNetz, Deutsche Glasfaser, ENTEGA Medianet, goetel, TNG Stadtnetz und YplaY Germany.

Stellvertretend für die im BREKO organisierten Unterzeichner des Glasfaserpakts betont Christoph Busch, Geschäftsführer der ENTEGA Medianet und Sprecher der BREKO-Landesgruppe Hessen, die Bedeutung der Vereinbarung für die Menschen im Land: „Der Glasfaserpakt ist ein eindeutiges Signal an die Bürgerinnen und Bürger in Hessen: Das Land sowie die ausbauenden Unternehmen tun gemeinsam alles dafür, dass bis spätestens 2030 das zukunftssichere und schnelle Glasfasernetz in jedem Haus, jeder Wohnung, jeder Schule und jedem Unternehmen verfügbar ist. So ermöglichen wir gemeinsam digitale Teilhabe, ganz gleich ob beim Home Schooling, im Home Office oder bei Spiel und Unterhaltung.“ Zudem zeigt er sich erfreut über die Unterstützung der Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus beim Glasfaserausbau, besonders im ländlichen Bereich: „Dass die Glasfaser nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land flächendecken verfügbar sein wird, ist eine ganz besondere Leistung der hessischen Ministerin für digitale Strategie und Entwicklung.“

Um die Ziele des Pakts zu erreichen, haben sich Landesregierung und Telekommunikationsbranche auf eine Reihe konkreter Maßnahmen geeinigt. Darüber hinaus bekennen sich alle Unterzeichner klar zum eigenwirtschaftlichen Ausbau: Staatliche Fördermittel sollen nur ergänzend dort eingesetzt werden, wo die Versorgungslage besonders schlecht ist und kein Potenzial für einen marktgetriebenen Ausbau besteht. Ferner wurde zugesagt, Genehmigungsverfahren für den Glasfaserausbau landesweit zu standardisieren, das Online-Portal GigaMaP weiterzuentwickeln, die im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes gemeinsam mit Rheinland-Pfalz entwickelten digitalen Antragsverfahren zügig auszurollen und regelmäßige Treffen der Unterzeichner zu organisieren, um den Fortschritt jährlich zu analysieren und mögliche Maßnahmen zur Optimierung zu besprechen. Die unterzeichnenden Unternehmen planen, in den kommenden zwölf Monaten 530.000 neue Glasfaseranschlüsse in Hessen zu bauen und ihre geplanten Ausbauzahlen künftig einmal im Jahr für die nächsten zwölf Monate zu kommunizieren.

„Die Vorstellung des Glasfaserpakts durch den Ministerpräsidenten Volker Bouffier zeigt, welch hohen Stellenwert das Thema digitale Infrastruktur in der hessischen Landesregierung hat,“ kommentiert Jan Simons, Leiter Landes- und Kommunalpolitik beim BREKO. „Wir freuen uns besonders, dass sich die Landesregierung in Hessen durch den Glasfaserpakt sowohl zum Ziel einer flächendeckenden Versorgung mit echter Glasfaser bekennt als auch zum Vorrang des eigenwirtschaftlichen Ausbaus. Beides sorgt dafür, dass wir mit dem Glasfaserausbau schneller vorankommen.“


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