DAUN, 12.07.2018 - 13:43 Uhr
Technik

Industrieverbände befürworten lokale Vergabe im 3,6 GHz-Band

5G-Frequenzvergabe in Deutschland

Die vier Industrieverbände VCI, VDA, VDMA und ZVEI setzen sich gemeinsam für die lokale Vergabe von 5G-Funkfrequenzen im Bereich von 3.700 bis 3.800 Megahertz an produzierende Unternehmen ein, teilte der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. am 12. Juli mit. So kann der Ausbau von 5G flächendeckend unter Beachtung der Anforderungen der Industrie – vor allem an Verfügbarkeit, Datensicherheit, Betriebssicherheit und garantierte Dienstgüte – erfolgen.

Daher ist die Entscheidung der Bundesnetzagentur, die neben der bundesweiten Versteigerung von Frequenzen auch die Zuteilung lokaler und regionaler Frequenzen auf Antrag vorsieht, der richtige Schritt. Dieses Vergabeverfahren ermöglicht es Unternehmen, an Produktionsstandorten eigene, lokal begrenzte 5G-Industrienetze zur Kommunikation zwischen Maschinen, Systemen und Anlagen zu betreiben. Dadurch ist gewährleistet, dass industrielle Betreiber über den Zeitpunkt des Ausbaus und die Qualität des 5G-Netzes entscheiden sowie Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität ihrer Daten wahren.

Die 5G-Technologie ermöglicht es, in der industriellen Kommunikation neue Wege zu gehen: Mit ihr lassen sich neben einer besonders breitbandigen Datenübertragung erstmalig auch sehr anspruchsvolle industrielle Anwendungen realisieren, da 5G höchste Anforderungen an Zuverlässigkeit und Echtzeitfähigkeit der Übertragung (Latenz) erfüllen wird. Die fünfte Mobilfunkgeneration bietet damit die Grundlage, Industrie 4.0 auf die nächste Entwicklungsstufe zu heben. Von vornherein industriefähig ausgestaltet, sichert der neue Mobilfunkstandard die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Gemeinsame Position von VCI, VDA, VDMA und ZVEI zur lokalen und regionalen Vergabe von Funkfrequenzen für 5G im 3,6 GHz-Band vom Juli 2018

Industrielle Produktion wandelt sich durch die Digitalisierung von statisch und sequentiellen hin zu zeitlich und räumlich flexibel, modular aufgebauten Produktionssystemen. Diese sind auf eine zuverlässige und leistungsfähige digitale Infrastruktur angewiesen. Der neuen Mobilfunkgeneration 5G wird dabei eine entscheidende Rolle als Kommunikationsstandard für Industrie 4.0-Anwendungen und –Prozesse in Produktion und Fertigung zukommen.

Dies wird jedoch nur möglich sein, wenn die Netze zum einen die Anforderungen der Industrie vollumfänglich erfüllen (Verfügbarkeit, Datensicherheit, Betriebssicherheit, garantierte Dienstgüte u.a.) und zum anderen flächendeckend ausgebaut werden; insbesondere auch dort, wo sie von den Unternehmen in der Produktion benötigt werden.

Für die produzierende Industrie ist von zentraler Bedeutung, dass Unternehmen die Möglichkeit erhalten, flexible, unabhängig von Dritten auf individuelle Anforderungen maßgeschneiderte, lokal begrenzte „eigene“ 5G-Netze zur Kommunikation zwischen Maschinen, Systemen und Anlagen an den Produktionsstandorten betreiben zu können. Nur so ist gewährleistet, dass industrielle Betreiber über Zeitpunkt des Ausbaus und Qualität des 5G-Netzes entscheiden sowie Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität ihrer Daten wahren können.

Der Einsatz von 5G in der digitalisierten, industriellen Produktion wird zwingende Voraussetzung für Deutschland als Industrie 4.0-Leitmarkt und für deutsche Unternehmen als führende Anbieter von Industrie-4.0-Anwendungen sein. VCI, VDA, VDMA und ZVEI befürworten daher ausdrücklich die Entscheidung der Bundesnetzagentur vom 14. Mai 2018, das Frequenzband von 3.400–3.700 MHz bundesweit zu versteigern und den Bereich 3.700–3.800 MHz auf lokaler und regionaler Ebene auf Antrag zuzuweisen.


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