- © Foto: Airbus Defence and Space, SAS 2015 -
DAUN, 28.12.2015 - 10:42 Uhr
Technik - Satellit

Inmarsat bestellt zwei Satelliten „I-6“ für mobile Kommunikation bei Airbus Defence and Space

Dynamische Leistungsverteilung auf über 200 Spotbeams im L-Band

Inmarsat hat den Auftrag für den Bau und die Entwicklung der ersten beiden Inmarsat-6-Satelliten (I-6 F1 und I-6 F2) für mobile Kommunikation, an Airbus Defence and Space vergeben, teilte das Raumfahrtunternehmen am 24. Dezember mit. Die beiden I-6-Satelliten werden auf der Eurostar-Plattformin der Version „E3000e“ verfügen, bei der die Orbiterhöhung ausschließlich mit elektrischem Antrieb erfolgt. Diese gewichtssparende Antriebstechnologie ermöglicht eine Doppelmission, wobei ein außergewöhnlich hoher Anteil der Nutzlastdaten mit Digitaltechnik der nächsten Generation verarbeitet wird.

„Wir freuen uns sehr, dass Inmarsat unser Unternehmen für den Bau seiner modernsten Satelliten gewählt hat“, sagte François Auque, Leiter von Space Systems. „Dieser Einsatz unseres digitalen Nutzlastprozessor der nächsten Generation stellt einen Quantensprung dar – sowohl beim Volumen als auch bei der Leistung. Die Satelliten werden die L-Band-Dienste der von Airbus Defence and Space gebauten Satelliten Inmarsat-4 und Alphasat ergänzen und verstärken. Zudem wird Global Xpress, der weltweit verfügbare Hochgeschwindigkeits-Breitbanddienst von Inmarsat, im Ka-Band erweitert.“

„Mit der Inmarsat-6-Konstellation bekräftigen wir unser nachhaltiges Engagement für modernste L-Band-Dienste über die nächsten Jahrzehnte“, sagte Rupert Pearce, CEO von Inmarsat. „Die neuen Satelliten bieten eine deutlich höhere L-Band-Kapazität und werden in der Lage sein, eine neue Generation modernster L-Band-Dienste zu unterstützen. Die zusätzliche Ka-Band-Nutzlast erweitert die einzigartigen Fähigkeiten unserer Global-Xpress-Konstellation (GX), die nun die gesamte Welt abdeckt.“

Bis zu 8000 Kanäle und dynamische Leistungsverteilung auf über 200 Spotbeams im L-Band

I-6 F1 und F2 werden eine große L-Band-Antenne mit einer Strahleröffnung von 9 m sowie neun Multibeam-Ka-Band-Antennen an Bord haben und ein hohes Maß an Flexibilität und Konnektivität bieten. Ein modularer Digitalprozessor der neuen Generation ermöglicht völlig flexibles Routing über bis zu 8000 Kanäle und dynamische Leistungsverteilung auf über 200 Spotbeams im L-Band. Die Ka-Band-Spotbeams werden über die gesamte Erde steuerbar sein, bei flexibler Kanal/Beam-Zuweisung.

I-6 F1-Start in 2020 geplant

Der erste Satellit (I-6 F1) soll 2020 starten und dank des elektrischen Antriebssystems je nach verwendeter Trägerrakete in vier bis sechs Monaten den geostationären Orbit erreichen. Er ist für eine Einsatzzeit im Orbit von über 15 Jahren ausgelegt.

I-6 F1 ist der fünfzigste Satellit vom Typ Eurostar E3000 und der zwölfte Satellit, den Inmarsat bei Airbus Defence and Space in Auftrag gegeben hat. Mit diesem neuen Auftrag festigt Airbus Defence and Space seine Position als weltweit führender Anbieter von Satelliten mit elektrischem Antrieb. Bisher wurden bereits sechs vollelektrisch angetriebene Hochleistungs-Telekommunikationssatelliten verkauft. Unterstützt werden die Investitionen des Unternehmens in Plattform- und Nutzlasttechnologien der Zukunft durch die Europäische Weltraumorganisation ESA und nationale Raumfahrtbehörden, wie die britische Space Agency und die französische CNES.


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