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DAUN, 14.09.2022 - 10:42 Uhr
Technik - Satellit

Neuer Eutelsat Satellit „Hot Bird 13F“ versandfertig –Start mit SpaceX Falcon 9 geplant

Hot Bird 13F ist der erste Telekommunikationssatellit, der im Rahmen des Eurostar-Neo-Programms der ESA gebaut wurde. Nun steht er bereit, um zu seinem Startplatz nach Cape Canaveral in Florida verschifft zu werden. Das teilte die Europäische Weltraumorganisation ESA am 13. September mit.

Künstlerische Darstellung des Satelliten HOTBIRD 13F; (c) Airbus Der Satellit gehört mit Hot Bird 13G zu einem identischen Paar, das vom Satellitenhersteller Airbus für den französischen Satellitenbetreiber Eutelsat in einem ESA-Partnerschaftsprojekt entwickelt wurde. Beide Satelliten haben eine Leistung von jeweils 22 kW und eine Startmasse von 4,5 Tonnen. Sie sind bestückt mit jeweils 80 Ku-Band Transpondern.

Start ursprünglich bereits 2021 geplant

Laut Angaben des französischen Satellitenbetreibers Eutelsat war der Start des Orbiters Hot Bird 13F im zweiten Quartal 2021 geplant. Im ersten Quartal 2022 sollte der Satellit Hot Bird 13G in den Orbit befördert werden (INFOSAT berichtete).

Start am 17. Oktober 2022 geplant

Der neue Orbiter soll laut Angaben von Rocketlaunchschedule am 17. Oktober vom US-amerikanischen Weltraumbahnhof Cape Canaveral/Florida von Block 5 mit einer Falcon 9 Rakete, die von SpaceX entwickelt und hergestellt wurde, ins All gebracht werden.

Update Starttermin, Stand 4.10.2022: Laut ESA-Angaben ist der Start für den 12. Oktober um 23:30 Uhr Ortszeit (05:30 Uhr MESZ am 13. Oktober) geplant.

Nach dem Start in eine geostationäre Umlaufbahn etwa 36.000 km über der Erde, sollen die Zwillingssatelliten die Übertragung von mehr als tausend Fernsehkanälen in Haushalte in ganz Europa, Nordafrika und im Nahen Osten verstärken und verbessern und die drei älteren auf der Orbitalposition 13° Ost im Einsatz befindlichen Satelliten Hot Bird 9, 10 und 13 ersetzen.

Die Hot Bird-Familie ist auf Eutelsats Flaggschiff –Orbitalposition 13° Ost stationiert und versorgt laut eigenen Angaben mehr als 135 Millionen TV-Haushalte in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten mit über 1000 TV-Sendern und etlichen Hörfunksendern, darunter etliche Free-To-Air-Sender.

Bodentests abgeschlossen

Der Satellit Eurostar Neo hat nun alle seine Bodentests abgeschlossen, einschließlich thermischer und mechanischer Umgebungstestkampagnen und aller abschließenden Tests des integrierten Systems. Dazu gehörten eine Überprüfung aller Bordsysteme und der Einsatz der Solaranlagen und Antennen in den Airbus-Integrations- und Testeinrichtungen in Toulouse, Frankreich.

Dies stellt einen wichtigen Projektmeilenstein dar, da es den Weg für die endgültige Überprüfung durch den Kunden und den Versand an den Startplatz ebnet.

Eutelsat werde nun seinen internen Überprüfungsprozess vor dem Versand an den Startplatz in Florida abschließen, hieß es.

Die Fertigstellung des ersten Satelliten bietet eine End-to-End-Validierung des gesamten Konzepts der Eurostar Neo-Produktlinie, vom Design bis zum vollständig getesteten Produkt.

Sieben weitere Eurostar Neo-Raumfahrzeuge wurden von Airbus verkauft. Sie befinden sich in verschiedenen Entwicklungs- und Herstellungsstadien und werden alle von den Verbesserungen profitieren, die sich aus diesem ersten Build ergeben.

Das Neosat-Programm der ESA umfasst sowohl Eurostar Neo von Airbus als auch Spacebus Neo von Thales Alenia Space. Es umfasst die Entwicklung bis hin zur In-Orbit-Validierung neuer Satellitenproduktlinien für beide Unternehmen, wodurch die europäische Raumfahrtindustrie wettbewerbsfähige Satelliten für den globalen kommerziellen Satellitenmarkt liefern kann.

Inzwischen wurden 16 Neosat-Satelliten bestellt, was die große wirtschaftliche Bedeutung der Partnerschaftsprojekte der ESA zeigt, die die Entwicklung nachhaltiger End-to-End-Systeme bis hin zur Validierung im Orbit fördern.

Neosat ist Teil des ESA-Programms Advanced Research in Telecommunications Systems (ARTES) und wird von der französischen Weltraumbehörde CNES und der britischen Weltraumbehörde sowie von 14 weiteren Mitgliedstaaten unterstützt.


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