DAUN, 14.11.2017 - 15:06 Uhr
Technik - Internet

Optimierte Frequenzvergabe für Österreichs 5G-Spitzenposition

Mobilfunkbetreiber entwickelten gemeinsam optimiertes Modell für 5G-Frequenzvergabe

Die Telekommunikations-Unternehmen A1 Telekom Austria, Hutchison Drei Austria und T-Mobile Austria haben gemeinsam ein Modell entwickelt, welches eine kosteneffiziente und vor allem komplexitätsreduzierende Vergabe der 5G-Frequenzen ermöglicht. Unter Berücksichtigung der Kriterien transparent, einfach und investitionsfreundlich wurden sechs Maßnahmen entwickelt, die den Digital- und Wirtschaftsstandort Österreich stärken und eine 5G-Vorreiterrolle noch möglich machen. Dabei stehen die nationale Vergabe eines zusammenhängenden 5G-Bandes, hohe Versorgungsauflagen von mindestens 1.000 Sendepunkten sowie die Anwendung eines in Österreich bereits bekannten und international bewährten Auktionsdesigns im Fokus.

Das Ziel der 5G-Vorreiterschaft ist im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung für den Standort Österreich ein zentrales wirtschaftspolitisches Thema. Für Mitte 2018 ist die Versteigerung der ersten 5G-Frequenzen (3400-3800 MHz) seitens der Regulierungsbehörde geplant, die aktuell die Rahmenbedingungen dazu festlegt. Um diesen Prozess zu optimieren, haben die Telekommunikations-Unternehmen A1 Telekom Austria, Hutchison Drei Austria und T-Mobile Austria gemeinsam ein Lösungskonzept für eine effiziente Frequenzvergabe entwickelt. Dieses stellt sicher, dass ein Maximum an Investitionen in den Netzausbau fließen können und somit die Basisinfrastruktur für viele nachgelagerte Industrien geschaffen wird.

Maßnahmen für ein optimiertes Frequenzverfahren:

  • Nationale Vergabe der Lizenzen: Nur durch eine landesweite Vergabe wird ein rascher, nahtloser Ausbau von 5G und eine gleich gute Versorgung ohne regionaler Unterschiede möglich
  • Vergabe eines zusammenhängenden Frequenzspektrums: Die Vergabe eines zusammenhängenden 5G-Bandes lässt einen komplexitätsreduzierenden und effizienten 5G-Ausbau zu
  • Mindestgebote auf Basis der Telekommunikationsgebührenverordnung: Diese gesetzliche Auslegung war bereits bei der 3G-Frequenzvergabe in Österreich im Einsatz und hat sich sehr bewährt
  • Simultaneous Multiple Round Auction (SMRA) als Auktionsformat: Dieses Auktionsformat war ebenfalls bereits bei der 3G-Frequenzvergabe in Österreich im Einsatz, ist international erfolgreich erprobt und erfüllt die Kriterien Transparenz und Komplexitätsreduzierung
  • Effiziente Kooperationen für einen schnellen 5G-Ausbau: Neue Formen der Partnerschaften zwischen Lizenzinhabern und regionalen Anbietern ermöglichen

Unter Berücksichtigung der Umsetzung dieser Maßnahmen sind die Telekom-Betreiber bereit, ein Commitment zum 5G-Ausbau von mindestens 1.000 Sendepunkten einzugehen. Dies entspricht einer 7-fach höheren Verpflichtung, als aktuell von der Regulierungsbehörde gefordert wird (150 Sendepunkte).

Außerdem ist es den Telekommunikations-Unternehmen ein großes Anliegen, dass keine voreiligen Entscheidungen für derart wichtige standortpolitische Themen getroffen werden. Viel eher ist eine richtige Weichenstellung unter Berücksichtigung der geschilderten Maßnahmen durch die neue Bundesregierung zu empfehlen. Darüber hinaus ist eine gesetzliche Verankerung dieser Punkte im Telekommunikationsgesetz wesentlich, um den effizienten Infrastrukturausbau für Österreich nachhaltig sicherzustellen.


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